Magdeburg ist eine Reise wert – Von Chorprobe bis grüner Zitadelle

Ich habe mich dazu entschieden auf meiner Reise so minimalistisch wie nur möglich unterwegs zu sein. Das heißt auch, so wenig Technik wie möglich. Also statt der sperrigen Spiegelreflexkamera muss es eine gute Smartphonekamera tun. Weil mein Samsung Galaxy S2 nicht mehr so ganz der aktuellen Technik entspricht wollte ich mir ein neues Anschaffen. Aus dem neu ist ein gebrauchtes Sony Z3 Compact geworden, dass ich bei eBay Kleinanzeigen zu einem fairen Preis gefunden habe. Einziger Haken war, dass der Verkäufer das Gerät nicht verschickt, sondern nur persönlich überreicht.

Der Ort der Übergabe war Magdeburg, und weil die Stadt bei mehreren Bekannten nicht gut weggekommen war, wollte ich den Handykauf mit einem Stadtrundgang verbinden um mir selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Nachdem ich also das neue/gebrauchte Gerät in den Händen hielt, fuhr ich als erstes Richtung Elbe und dort zum Elbauenpark, der eins der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Magdeburgs sein soll[1]. Leider haben mich die Menschenschlangen, der doch ziemlich starke Wind und die 6€ Eintritt abgehalten, das Gelände näher zu betreten. Bei schönerem Wetter innerhalb der Woche ist der Park aber noch mal eine Reise wert.

Elbauenpark

Im Anschluss fuhr ich in Richtung Innenstadt und sah schon von weitem den Magdeburger Dom. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche betrat ich also das besagte Bauwerk und fand mich inmitten einer imposanten Chorprobe wieder, der ich minutenlang lauschte. Für jeden der nicht nach Magdeburg reisen will um den ersten gotischen Kathedralbau auf deutschem Boden[2] zu bestaunen, kann dies auch virtuell tun. http://www.magdeburgerdom.de/domgemeinde/rundgang/.

Magdeburger Dom
Nach dem Verlassen des Doms fiel mir ein rosafarbenes Gebäude mit goldenen Kugeln auf den Dächern auf. Die grüne Zitadelle[3],die vom Künstler Friedreich Hundertwasser gestaltet wurde, sollte auch das heutige Highlight werden, denn die Architektur, die vielen kleinen Details und das Gesamtkonzept faszinierte mich. Das Gebäude beheimatet ein Café, eine Kunstausstellung, ein Theater und noch vieles mehr. Der Künstler und die Architekten legten bei der Planung viel Wert auf die Einbettung des Gebäudes in die Natur und die geringe Verwendung von geraden Wänden.

Die grüne Zitadelle

Nachdem ich wieder zu Hause angekommen war, suchte ich auch noch gezielt nach Informationen über Hundertwasser, seine Projekte und alternative Hausbaustile. Seine Vision beinhaltete ein Wohnen MIT der Natur und bestehend aus organischen Strukturen. Die gerade Linie hingegen war für ihn ein Graus und die unkreative Erfindung des Menschen gewesen.

Fazit: Mich hat Magdeburg begeistert und speziell die grüne Zitadelle ist eine Reise wert. Ich werde wiederkommen und hoffentlich einige Hundertwasserideen beim eigenen Hausbau umsetzen 🙂

[1] http://www.mvgm-online.de/elbauenpark/portraits/

[2] http://www.magdeburgerdom.de/domgemeinde/9.html

[3] http://www.gruene-zitadelle.de/

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