Was erwartet uns im Arches Nationalpark? So viele Informationen hatte ich im Vorfeld gar nicht gesammelt. Nur der Film 127 Stunden, der im Canyonlands Nationalpark, nicht unweit des Arches spielt, kommt mir sofort in den Sinn. :)
Lassen wir uns überraschen, was es im Arches Nationalpark schönes zu sehen gibt.
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Nachts sind alle Kühe grau
Den Tag davor im Grand Teton-Nationalpark kannst du hier lesen. :)
Nachdem die Sonne untergegangen war, herrsche eine andere Stimmung in der Hütte. Für mich war es doch einen Hauch zu gruselig und zu einsam. Die Tiere draußen wurden aktiver, auf dem Dach liefen ständig Nager auf und ab und die Stöcke auf dem Boden knackten unter dem Gewicht von…ja von was oder wem eigentlich?
Alles natürlich total irrational, aber Schiss hatte ich trotzdem, dass Nachts der Kettensägenmörder durch die Tür kommt. (Vielleicht sollte man doch nicht zu viele Horrorfilme schauen). Mit der Taschenlampe in der einen Hand auf die Tür gerichtet und dem Bärenspray in der anderen Hand bin ich irgendwann eingeschlafen.
Aufgewacht bin ich mit dem Sonnenaufgang und nachdem ich aus dem Fenster geschaut hatte, war klar, wer das Knacken verursacht hat…. Unsere Nachbarn, die Kuhherde….puuhhh :D
Es wurde Zeit, abzureisen und wieder auf den etwas belebteren Zeltplätzen zu übernachten. :D
Kurz das Auto freikratzen, alles einpacken und losfahren war die Devise und das auch noch in einem schönen Sonnenaufgang. Perfekt.


In einem Land vor unserer Zeit
Nach einem kurzen Frühstücksstopp fuhren wir zurück in die Urzeit, besser gesagt zum Dinosaur National Monument. Einem Schutzgebiet an den südlichen Ausläufern der Rocky Mountains, in der zahlreiche Dinosaurierskelette gefunden wurden.
Ich muss sagen, dass ich mich auf den Besuch der Gegend richtig gefreut hatte, endlich mal echte Dinosaurierspuren sehen aber leider war ein Großteil der Ausstellung aufgrund von Renovierungsarbeiten nicht zu besichtigen.
Dafür haben wir einen Stegosaurus in Lebensgröße gesehen. :D (Den Kollegen hatte ich mir tatsächlich etwas größer vorgestellt)

Interessant ist auch warum gerade hier so viele Dinosauerierknochen gefunden wurden:
Das Dinosaur National Monument ist deshalb so reich an Fossilien, weil hier vor etwa 150 Millionen Jahren (im späten Jura) perfekte geologische Bedingungen für die Erhaltung von Knochen zusammenkamen.
Die Hauptgründe für diesen „Dinosaurier-Friedhof“ sind:
- Antikes Flusssystem: Das Gebiet war einst ein tiefliegendes Becken mit großen Flüssen. Bei starken Regenfällen oder Überschwemmungen wurden Dinosaurierkadaver in den Fluss gespült und an einer Sandbank (der heutigen „Wall of Bones“) angeschwemmt.
- Dürreperioden: Es wird vermutet, dass viele Tiere während extremer Dürrezeiten an versiegenden Wasserlöchern im Flussbett starben. Als der Regen zurückkehrte, wurden ihre Skelette schnell von Sand und Schlamm bedeckt.
- Schnelle Einbettung: Die Sedimente (Sand und Kies) schirmten die Knochen vor Aasfressern und Verwitterung ab. Mineralreiches Wasser versteinerte die Überreste über Jahrmillionen in der sogenannten Morrison-Formation.
- Geologische Hebung: Später falteten die Kräfte, die auch die Uinta Mountains formten, die Gesteinsschichten auf und kippten sie an. Durch Erosion traten die Fossilien schließlich wieder an die Oberfläche, wo sie 1909 entdeckt



Roadtrip zum Arches Nationalpark
Zeit für ein wenig Roadtrip Feelings! Wir haben einen neuen Radiosender gefunden, Radio Highway und der Song, der auf Dauerschleife gelaufen ist, war „Turn This Truck Around“ von Jordan Davis. Wahrscheinlich kann ich den Text im Schlaf mitsingen. :D
Von den Fahrten auf den Straßen Utahs und ein Stück Colorado habe ich einen Zusammenschnitt gemacht um alles in einem Video zu haben.
Was im Video nur 2:56 dauert, waren bei uns knapp 5 Stunden auf 270 Meilen (ca. 435 km). Auf dem Weg stiegen die Temperaturen von -2C °C auf +28 °C und es türmten sich Gesteinsformationen vor uns auf, die ich bisher nicht gesehen hatte. Rötlich, sandig und vom Wasser der Millionen alten Seen rund gewaschen.
Hier kann man wahrscheinlich besser schlafen als in der nordischen Kälte. :)
Wandern im Arches Nationalpark
Zumindest war das der Plan für die Nacht und wir bauten unser Zelt im Devils Garden Campground auf. Einem kleinen (mit 54 Stellplätzen) aber feinen Campingplatz, der zentral im Park platziert ist und von aus einige Wanderungen starten.
Am Eingang des Parks bekamen wir wieder einen Plan, auf dem alle relevanten Infos zusammengefasst waren -> Hier auch als digitale Version.

Wir entschieden uns nach dem Zeltaufbau für den „Devils Garden Trail„, hier von den Kollegen von USA Reisetipps sehr gut zusammengefasst.

Die Tipps und Trick am Startpunkt haben nochmal auf die Hitze und die ausreichende Flüssigkeitszufuhr hingewiesen.
Eincremen, Kopfbedeckung aufsetzen, Wasser einpacken und los gings durch den Arches Nationalpark und seine speziellen Gesteinsformationen, die dem Park seinem Namen gegeben haben.
Frage des Tages: Wie sind diese Felsbögen entstanden?
Hier gibt die Antwort in einem ausführlichen Youtube Video

Die Tierwelt war hier natürlich etwas limitierten als im Yellowstone oder Grand Teton, dennoch lebt die Wüste.


Und mit dem Leben in der Wüste ist nicht nur die Tierwelt gemeint, sondern auch die Felsbögen, die nach und nach durch die Erosion Gesteinsschichten abtragen und in deren Folge zukünftig zusammenbrechen werden.
Bekannte Beispiele sind das „Azure Window“ auf Maltas Nachbarinsel Gozo und der Wall Arch im Arches Nationalpark.
Was ich im Übrigen auf Gozo erlebt habe, kann man hier nachlesen:

Von der Theorie wieder zurück in die Praxis und zur Wanderung, die langsam anspruchsvoller wurde. Mit unseren Wanderskills die wir auf unseren anderen Wanderreisen geschärft hatten, waren die Steigerugen natürlich kein Problem. :D
Dort sollen wir tatsächlich hochgehen? Ja! Bisschen tricky war es schon aber es hat Spaß gemacht. :)



Von dort oben ging es nochmal auf eine weitere Anhöhe, die nicht weiter gesichert war aber von der man einen schönen Blick auf den Arches Nationalpark hatte.

Der Rundweg, an dem man an einigen Highlights des Parks vorbeikommt, ist ca. 12 km lang, wir hatten allerdings irgendwann das Problem, den richtigen Weg zu finden. Die richtige Route war mit Pfeilen auf dem Boden markiert, die wir nach einiger Zeit nicht mehr fanden und um nicht ein zu hohes Risiko einzugehen sind wir lieber umgekehrt und haben den Rundweg, Rundweg sein lassen. :)

Dafür hatten wir dieses Mal mehr Glück mit dem abendlichen Lagerfeuer. Wir hatten perfektes Holz, grillten unsere Maiskolben und genossen den Sonnenuntergang in vollen Zügen.


Sonnenaufgangswanderung zum Delicate Arche
Was für eine gute Nacht! Ich hatte geschlafen wie ein Stein und war regelgerecht ausgeschlafen. :D
Und die Energie wollte genutzt werden, deshalb ging es am Morgen zum bekanntesten aller Felsbögen, dem Delicate Arch, den wir uns aber erst Erwandern mussten.
Laut Info am Start der Wanderung, sind es 5 km hin und zurück in 2-3 Stunden, das sollte machbar sein, dachten wir uns.

Der Beginn der Wanderung war noch relativ flach aber schon nach kurzer Zeit ging es steil Bergauf und brachte den Blutkreislauf in Wallung. Im Video bin ich auch schon gut am Hecheln. :D
Schätzungsweise 45 min brauchten wir bis zum felsigen Bogen, für den der Nationalpark bekannt ist. Alleine waren wir hier allerdings nicht, denn die vielen andere Touristen wollten sich das Highlight des Parks natürlich nicht entgehen lassen. Verständlicherweise. :D



Nachdem der Rückweg erfolgreich bestritten war, kehrten wir noch im Visitor Center ein, holten uns einen Stempel und schauten uns einen kurzen Film über den Park an.


Abfahrt zum Bryce Canyon
Im Anschluss haben wir die Fahrt zu unserem nächsten Stopp, dem Bryce Canyon angetreten und konnten dabei nochmal auf die phänomenalen Gesteinsformationen des Arches Nationalpark blicken.
Den Artikel über den Besuch im Bryce Canyon gibt es hier.
Fazit | Arches Nationalpark
Für mich war der Kontrast zu den beiden Nationalpark an den Vortagen, dem Yellowstone und Grand Teton sehr faszinierend. Der Arches Nationalpark ist kleiner, wärmer, irgendwie gemütlich. Dazu die roten Felsformationen, die ein Naturspektakel sind, das man besuchen sollte, wenn man in Utah unterwegs ist. Wir sind die Generation, die das Glück die ca. 2.000 Felsbögen zu erleben, bevor sie eines Tages durch die Erosion zusammenbrechen werden.
Das Highlight für mich waren die Wanderungen auf, neben und unter den roten Felsen. Manchmal etwas herausfordernd, aber trotzdem machbar.
Außerdem hab ich hier geschlafen wie ein Stein. :D
Was würde ich beim nächsten mal anders machen?
Wenn es möglich ist, zwei ganze Tage anstatt nur einen zu bleiben um noch etwas mehr Zeit für die Wanderungen zu haben. Ansonsten ist es schon sehr gut gelaufen und bedarf keiner großen Veränderung. :)
Häufig gestellte Fragen | Arches Nationalpark
Hier auch wieder die fünf häufig gestellten Fragen von mir und ChatGPT beantwortet.
Welche ist die beste Reisezeit für den Arches Nationalpark?
Meine Empfehlung:
Wir waren Mitte September im Arches und es war perfekt. Angenehme Wärme am Morgen und Abend. Mittags können es schonmal 30 °C werden. Wichtig ist, genügend Wasser einpacken und Sonnenschutz nutzen!
Chat GPT Antwort:
Die beste Zeit ist Frühling (April–Mai) und Herbst (September–Oktober). Dann sind Temperaturen angenehm (15–25 °C), die Trails gut begehbar und die Besucherzahlen moderat.
Der Sommer kann extrem heiß werden (35–40 °C+), und im Winter kann Eis auf Wanderwegen liegen.
Brauche ich ein Ticket oder eine Reservierung, um in den Park zu kommen?
Meine Empfehlung:
Durch die Zeltplatzreservierung (Devils Garden Campground) im Vorfeld und das Kaufen der „America is Beautiful Pass„, mit dem man ein Jahr lang in fast jeden Nationalpark kommt, konnten wir den Park zu jederzeit befahren. Der Zeltplatz hatte ab 13:00 Uhr geöffnet.
Chat GPT Antwort:
Ja, teilweise.
Von April bis Oktober gilt meist ein Timed Entry System (zeitgebundene Einfahrt). Für bestimmte Zeitfenster musst du online ein Einlassticket reservieren.
Außerhalb dieser Monate sowie früh morgens oder spät abends wird in der Regel keine Reservierung benötigt.
Der Parkeintritt selbst (Park Pass) ist natürlich immer erforderlich.
Wie viel Zeit sollte man für den Arches Nationalpark einplanen?
Meine Empfehlung:
Wenn man Zeit hat, würde ich zwei volle Tage empfehlen, um richtig einzutauchen und noch mehr vom Park zu sehen als die bekannten Highlight.
Chat GPT Antwort:
Mindestens einen halben Tag, sinnvoll sind ein ganzer Tag oder mehr.
Für Highlights wie Delicate Arch, Double Arch, Devils Garden und den panoramareichen Scenic Drive brauchst du realistisch 6–8 Stunden.
Für längere Wanderungen wie den Devils Garden Loop solltest du 4–5 Stunden allein einplanen.
Was sind die schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten?
Meine Empfehlung:
Tatsächlich der Delicate Arch und auch die Wanderung dorthin ist ein Highlight. Landscape Arch hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber der Rundweg „Devils Garten Trail“ ist zu empfehlen und pass auf die Pfeile am Boden auf, die dir den Weg weisen.
Chat GPT Antwort:
Die absoluten Must-Sees sind:
- Delicate Arch – das Wahrzeichen von Utah, 3–4 Stunden Wanderzeit.
- Landscape Arch – einer der längsten natürlichen Steinbögen der Welt.
- Double Arch – von der Straße schnell erreichbar und sehr fotogen.
- Balanced Rock – ikonische Felsformation direkt am Scenic Drive.
- Windows Section – spektakuläre Bögen, ideal bei Sonnenaufgang.
Wie schwierig sind die Wanderungen im Arches Nationalpark?
Meine Empfehlung:
Es ist machbar aber man sollte keine Höhenangst haben und ordentliches Schuhwerk mitbringen. Manche Sektionen waren tatsächlich nicht ohne und speziell der Rundweg Devils Garden Trail hat einige davon, bei denen es steil hoch bzw. heruntergeht.
Chat GPT Antwort:
Die meisten Trails sind leicht bis moderat.
Beispiele:
- Delicate Arch: moderat (steil, wenig Schatten)
- Double Arch: leicht
- Windows Loop: leicht
- Landscape Arch: leicht
- Devils Garden Loop: schwer (Scrambling, Orientierung nötig)
Im Sommer ist Hitze der größte Faktor – daher viel Wasser (mind. 3–4 Liter pro Person) mitnehmen und Sonnenschutz nicht vergessen.
Reiseführer | Arches Nationalpark
Wir kamen gut mit dem Plan des Nationalparks aus, wobei wir vielleicht mit einem professionelleren Reiseführer den Rundweg besser gemeistert hätten. :)
Englisch
Zion, Bryce Canyon, Arches, Canyonlands & Capitol Reef: Lonely Planet (National Parks Guide)
National Geographic Atlas of the National Parks
Deutsch
Vis-à-Vis Reiseführer USA Südwesten & Nationalparks: Mit detailreichen 3D-Illustrationen.