Berkeley, die Stadt, in der ich vor drei Jahren meinen Bildungsurlaub verbringen durfte.
Einmal vorbeischauen und noch einmal in Erinnerungen schwelgen, bevor es nach San Francisco geht und wir von dort aus der Westküste Bye-bye sagen.
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Fahrt nach Berkeley
Wir starteten entspannt am Lake Tahoe und fuhren Richtung Bay Area.
Nach 3 Stunden und 180 Meilen (290 km) kamen wir in Berkeley an und der erste Move war, das Auto einmal gründlich zu reinigen. Und scheinbar gibt es hier nicht so viele Waschanlagen, denn ich war schon vor 3 Jahren in derselben. :D
Déjà-vus an jeder Ecke …
Nachdem der Chevy wieder blitzblank glänzte, fuhren wir zu unserer Unterkunft, checkten ein und kauften im besten Supermarkt der USA ein: Trader Joe’s. :)
Alles, was man braucht, zu humanen Preisen.

Mit unseren Einkäufen im Gepäck schlenderten wir über den Uni-Campus und genossen unsere Burritos und das Kokosnusswasser. Beste Kombi!

Nachdem wir den studentischen Vibe eingeatmet hatten, fuhren wir zum botanischen Garten von Berkeley, den ich beim letzten Mal aufgrund fehlender Mobilität nicht besuchen konnte.
Botanische Gärten sind immer eine Empfehlung. Ich muss mal ein Ranking meiner schönsten botanischen Gärten aufschreiben. :) Viel Grün, exotische Pflanzen und viel zu entdecken – so wie hier: ein Schachspiel, das von Studenten gebaut wurde. Bitte mehr davon!


Abends in Berkeley
Für den Abend hatte ich die Idee, den Sonnenuntergang in dem Baum vom letzten mal zu beobachten aber irgendwie hatte ich mich vertan und wir kamen an einer anderen Ecke raus. Wir saßen zwar nicht im Baum aber schön wars trotzdem.

Nach dem Sonnenuntergang zirkelte ich das Auto wieder aus dem engen Parkplatz in den Berkeley Hills, um zu unserem Hotel/Motel zu fahren. Ab ins Bett, denn am nächsten Tag ist Abflug. :)
Welcome to San Francisco
Bevor unser Flug ging, wollten wir aber noch San Francisco erkunden.
Erster Punkt dabei war es, einen Parkplatz zu finden, der keine 100 $ am Tag kostet. Über verschiedene Webseiten hatte ich einen ausgemacht, gebucht und wir fuhren hin. Ein bisschen mulmig war mir, weil das Parkhaus bei Google Maps als „geschlossen“ angezeigt wurde. Die Schranke öffnete sich aber ordnungsgemäß, wir konnten parken und mit den Öffis ins Zentrum beziehungsweise zum Wahrzeichen San Franciscos fahren:
Der guten alten Golden Gate Bridge. :)

Von hier aus spazierten wir durch verschiedene Viertel, aber ich muss dazu sagen, dass manche Ecken schwierig sind. Beim Essen im Restaurant kam zum Beispiel ein Obdachloser mit halb heruntergelassener Hose und sichtlich unter Drogen stehend in den Laden, um nach Geld zu fragen.
Ähnliche Erfahrungen habe ich auch beim letzten Besuch gemacht, wobei es natürlich auch andere Ecken in San Francisco gibt, in denen man weniger von der Armut mitbekommt. Das Thema wäre eine Diskussion wert, um Gründe, Maßnahmen und Co. zu erörtern. Nichtsdestotrotz hatte ich mehrmals ein mulmiges Gefühl.
Nur ein Artikel von vielen -> ZDF: Armut in den USA: Zahl der Obdachlosen erreicht Rekord

Und auch bei unserer letzten Mission kam das Thema „Obdachlosigkeit“ vor, denn wir wollten die Campingausrüstung unter die Leute bringen. Dafür hatte ich während der Reise versucht, via Facebook und Craigslist (so etwas wie eBay Kleinanzeigen) die Utensilien in San Francisco für einen fairen Preis zu verkaufen.
Das lief so semi, aber in San Francisco hatte sich tatsächlich jemand gemeldet, der allerdings in San Diego war und obdachlos sei. Dafür würde er seinen Kollegen vorbeischicken. Okay, alles etwas durcheinander, aber lasst uns mal schauen.
Wir einigten uns darauf, uns am Parkhaus zu treffen und alles zu übergeben. Ich ging also zum vereinbarten Zeitpunkt auf die Straße und tatsächlich: Da stand ein Auto mit dem Kollegen und einer Beifahrerin in einem komplett vollgerümpelten Wagen. Okay, Handshake, kurz geschnackt, bis rauskam, dass er selbst der Obdachlose ist und das Zelt sowie alles Weitere für sich selbst benötigt.
Fair enough. Ich habe ihm dann alles geschenkt und hoffe, dass es ihm besser geht.
Zum Abschluss wollte ich noch eines der autonomen Taxis von Waymo nutzen. Ich muss sagen, dass ich sogar richtig gespannt darauf war, allerdings waren es mir keine 20 $ für 500 m Fahrtweg wert. Somit gingen wir zum Parkplatz und fuhren von dort aus zum Flughafen.
Von San Francisco ging es für mich eigentlich noch nach South Carolina, aber das ist eine andere Geschichte. :D
Vielleicht schaffe ich noch einen Rückblick zu schreiben. Wenn ja, melde ich mich. :)
Fazit | Berkeley/San Francisco
Berkeley war ein wenig ein Schwelgen in Erinnerungen und ist ein schöner Spot in der Bay Area. Alles, was man braucht: sehr studentisch, grün und gefühlt sicher.
San Francisco dagegen fühlt sich nicht immer so sicher an und hat leider immer weniger vom Hippie-Vibe der 80er. Es kommt aber auch immer darauf an, wo man unterwegs ist. Ich habe dazu mit Freunden gesprochen, und jeder hat seine eigenen Erfahrungen und sein eigenes Ranking der amerikanischen Städte.
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und nenne meine Top 3 Großstädte in den USA
- New York -> Von 0 auf die 1.
- Los Angeles (Santa Monica Beach) -> Warum? Den Beitrag gibts hier
- Berkeley
Fazit der gesamten Reise
Ja, geil! Ein richtiger Ritt, der im Rückblick nochmal richtig wirkt.
Über eine Sache bin ich sehr froh, und zwar dass wir von Montana nach Kalifornien gefahren sind und nicht umgekehrt. Sonst wäre es noch ein Stückchen kälter geworden, als es am Anfang ohnehin schon war. :D
Es war eine wunderbare Mischung aus Nationalparks, die ich bereits kannte und liebgewonnen hatte, sowie solchen, die für mich noch völlig neu und voller Überraschungen waren. Highlight dabei war ganz klar der „Grand Teton“ und tatsächlich vieles abseits der Touristenpfade, wie z. B. der natürliche Hot Pot neben einem Wasserfall.
Den Bericht über „Grand Teton“ gibts hier.
Was mich auch völlig überrascht hat, war New York! Was für eine coole Stadt, mega Vibe. Hier muss ich nochmal vorbeikommen – vielleicht als Bildungsurlaub. :)
Den Bericht über New York gibts hier.
Danke an Magda, die die ganzen verrückten Abenteuer mitmacht. :) Danke an alle Leserinnen und Leser, die ich ein wenig mitnehmen und vielleicht inspirieren konnte.
Ich freue mich auf die nächste Reise. :)
Reiseführer für die Bay Area
Wenn du auch in der Bay Area zwischen San Francisco und Berkeley unterwegs bist, lege ich dir folgende Reiseführer ans Herz.
(Deutsch) MARCO POLO Reiseführer San Francisco: Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App
(Deutsch) LONELY PLANET Reiseführer San Francisco: Eigene Wege gehen und Einzigartiges erleben.
(Englisch) Lonely Planet Pocket San Francisco: top experiences, local life (Lonely Planet Pocket Guide)