Death Valley – Im Tal des Todes

Heute geht’s von Las Vegas durch das Death Valley, in dem ich auch ein zweites Mal zu Gast sein darf. Beim ersten Mal war das Highlight, die Nacht im Zelt unter einem vollen Sternenhimmel zu verbringen. Zeitlich ist das leider nicht möglich, aber dafür werden wir Ecken sehen, bei denen ich letztes Mal nicht war.

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Außerdem wird es auf der einsamen Straße laut, sehr laut. :D

Aber dazu später mehr.

Fahrt ins Death Valley

Nach dem reichhaltigen Frühstück in Las Vegas packten wir unsere sieben Sachen und fuhren Richtung Death Valley.

Wichtig dabei: Den Tank des Autos bitte randvoll machen, um im Tal des Todes nicht liegenzubleiben.

Kurz vor der Einfahrt ins Death Valley machten wir einen Stopp, um uns mit Sonnencreme zu bedecken. Wir standen quasi mitten im Nirgendwo. Auf einmal hielt ein Auto an, die Fensterscheibe ging runter und eine Frau schrie aus 20 Metern Entfernung: „Is here the shooting range?“ … Ich antwortete: „No, I don’t know.“ Das Fenster schloss sich und sie bretterte auf einen unbefestigten Weg in die Wüste. Ich hoffe, dass sie die Shooting Range noch erreicht hat.

Wir fuhren derweil weiter auf den geteerten Straßen zur Einfahrt des Death Valley National Park.

Welcome to Death Valley National Park

Nach zwei Stunden bzw. 116 Meilen (187 km) erreichten wir unseren ersten Spot im Death Valley.

Erster Stop: Zabriskie Point

Den Zabriskie Point, an dem mehrere Reisebusse hielten, um den Aussichtspunkt für einen Zwischenstopp zu nutzen.

Der Zabriskie Point ist ein Aussichtspunkt im Gebiet des Gebirgszugs der Amargosa Range im Death-Valley-Nationalpark, der für seine bizarren Erosionslandschaften um den ehemaligen Lake Manly bekannt ist. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Christian Brevoort Zabriskie aus Wyoming benannt, dem Vizepräsidenten und Geschäftsführer der Pacific Coast Borax Company, die mit dem Boraxabbau in dem Gebiet beauftragt war.

Hat etwas surreales
Death Valley
Schöner Kontrast

Wir schlenderten durch die bizarren Landschaften, bis uns die Mittagshitze zum nächsten Spot, ins klimatisierte Visitor Center trieb. :)

Zweiter Stop: Death Valley Visitor Center 

Der kühlste Anlaufpunkt im Death Valley :)
Heute sind es laue 40°C

Im Besucherzentrum bekamen wir die aktuellen Informationen zu den Straßenverhältnissen, denn ich erinnerte mich an meine erste Tour, bei der ich Straßen gefahren bin, die man hätte besser nicht befahren sollen. Nicht machen!

Hier der Artikel ->Irrfahrt durch das Death Valley

Die offenen und geschlossenen Straßen für heute.
Man sollte Werkzeug im Auto haben um die Reifen wechseln zu können.

Im Besucherzentrum gab es noch viele weitere Informationen, die im letzten Artikel sehr gut beschrieben stehen und ich hier niemanden mit ausschweifenden Wiederholungen langweiligen möchte. :)

Dritter Stop: Dantes View

Der nächste Stopp war auch schon bei der ersten Reise dabei, aber ein absolutes Must-see! Dante’s View, einer der mit 1.669 m höchsten Punkte im Park, von dem man auf die tiefste Stelle Nordamerikas schaut: das Badwater Basin mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel. Leider war die Straße dorthin dieses Mal gesperrt.

Blick auf das Badwater Basin

Vierter Stopp: Sanddünen der Mesquite Ebene

Hier wäre ich auch gern schon bei meinem ersten Besuch angehalten. Die Sanddünen der Mesquite Ebene. Als glühender Wüstenfan hat es heute geklappt. :) Es ist zwar keine richtige Wüste, sondern „nur“ einige Sanddünen, aber das tut der Sache keinen Abbruch.

Empfangen wurden wir von einem Stoppschild und einem Warnhinweis, dass man nach 10 Uhr morgens nicht mehr durch die Wüste gehen sollte.

Safety first

Deshalb hielten wir uns auch eher am Anfang der Wüste auf und gingen nicht zu tief hinein auch wenn der Abenteuerdran da war. :)

Dann Sinnbild einer Wüste!

Für mich ein schöner Spot, an dem ich am liebsten eine Nacht im Zelt verbringen würde. Vor allem die absolute Ruhe in der Wüste durch den schallschluckenden Sand finde ich sehr beruhigend.

Eine tolle Erfahrung, die ich absolut empfehle.

Einige Fotoshooting wurden auch in der Wüste abgehalten

Endlich mal wieder die Füße in den warmen Wüstensand gesteckt zu haben, hat mich motiviert, weitere Wüsten zu erkunden.

Meine bisherigen Wüstengeschichten findest du hier:

7 Tage Campingabenteuer im Oman

Die Flucht aus Jordanien

7 Tage in Ägyptens Hauptstadt – Kairo

Fast Einsame Fahrt aus dem Death Valley

Um unseren Zeitplan für heute einzuhalten, war es Zeit aufzubrechen und das Death Valley zu verlassen. Dabei waren auf den ersten Kilometern noch einige andere Fahrzeuge zu sehen, aber nach einiger Zeit waren wir die einzigen, neben kleineren Sandstürmen, die in einigen hundert Metern herumwirbelten.

Wir hörten entspannte Musik und fuhren die Straße weiter, bis es auf einmal schepperte und knallte, das Auto zu vibrieren begann und mein Körper etwas in Panik geriet, weil ich die Geräusche noch nie in dieser Form gehört bzw. erlebt hatte und schon gar nicht zuordnen konnte.

Ich schaute nach vorne auf die Motorhaube, ob irgendwo Rauch entwich, blickte links und rechts, bis ich plötzlich im Rückspiegel den Grund erkannte. Zwei super tieffliegende Düsenjets waren einige Meter hinter uns und überflogen das Fahrzeug mit einem Affenzahn, sodass fast das Auto auseinanderflog.

Nach einem kurzen Schreck versuchte ich noch einige Aufnahmen zu machen, die mir allerdings nur so Semi gelungen :D

Ob die Kollegen sich den Spaß öfter erlauben? :)

Auf jeden Fall waren jetzt wieder alle wach und wir konnten das Tal des Todes nach einem letzten Video verlassen.

Nachtrag: Ein äußerst seltenes Naturphänomen fand vor Kurzem im Death Valley statt. Die karge Wüste wurde über Monate von Regenfällen heimgesucht und ließ die Blumen sprießen. Sie verwandelten die Wüste in ein regelrechtes Blütenmeer.

Den Artikel dazu gibt es hier

Test: Zelten außerhalb der Nationalparks

Nachdem wir den Park verlassen hatten und wieder in der Zivilisation ankamen, war es Zeit, die Vorräte aufzufüllen.

Da kam der Grocery Outlet wie gelegen. Richtig gute Produkte zu fast europäischen Preisen. Lass uns den Kofferraum voll machen. :D

Doch, der Laden hatte top Deals

Nachdem die Einkäufe getätigt waren, fuhren wir zu unserem Zeltplatz, dieses Mal außerhalb des Nationalparks auf einem kostenlosen Campingplatz (Keysville Special Recreation Management Area). Die Anfahrt verlief etwas holprig über Stock und Stein, aber wir schafften es. Der Spot war auch super schön, aber der herumliegende Müll und die Toiletten brachten uns zur Abreise.

Sieht eigentlich ganz idyllisch aus

Also weiter zu einem, der auf dem Weg Richtung Sequoia Nationalpark liegt. Bei den nächsten Zeltplatz, Paradise Cove, wurde auf Vertrauensbasis in einen Briefkasten bezahlt und auch die Toiletten waren in Ordnung. Allerdings pfiff der Wind so stark, dass das eine sehr unruhige Nacht gewesen wäre.

Dann lieber weg von der Freifläche und ab in den windgeschützten Wald.

Sehr einsame Fahrt durch den Wald

Nachdem wir einen Zeltplatz ausgemacht hatten und die Sonne langsam unterging, wurde es auch Zeit für eine Unterkunft. Im Wald war es stockdunkel und als wir auf den besagten Zeltplatz fuhren, fiel uns auf, dass dieser schon oder noch geschlossen hatte.

Okay, dann als Nächstes über Booking eine Unterkunft buchen. Da das Internet hier nicht wirklich funktionierte, fuhren wir weiter, bis ich einen halben Balken kostbaren Internets bekam und ein Motel in der Nähe buchen konnte – zumindest was „in der Nähe“ für amerikanische Verhältnisse bedeutet.

Es müssten locker noch einmal 90 Minuten gewesen sein, in denen ich den „Ammischlitten“ hochkonzentriert durch den dunklen Wald mit gefühlt 395 scharfen Kurven und einem überquerenden Stinktier gelenkt habe, bis wir endlich das Motel 6 erreichten. Einchecken und einschlafen!

Hier gehts zum nächsten Tag, der Fahrt in den Sequoia Nationalpark.

Fazit |Death Valley

Für das Death Valley kann ich nur sagen, dass ich wieder begeistert war. Der Zauber vom ersten Mal lässt sich nicht wiederholen, und trotzdem ist das Death Valley ein magischer Ort. Wenn man vorbeikommt, empfehle ich, mindestens eine Nacht hier zu verbringen, um den Sternenhimmel, der sich wie eine Decke über das Death Valley legt, zu erleben.

Neue Erkenntnis: Die Zeltplätze in den Nationalparks sind auf Premiumniveau. Dieser kostenlose war leider vermüllt und die sanitären Anlagen schlichtweg zu eklig, als dass man sie hätte benutzen können.

Reiseführer und Aktivitäten

(Englisch) Moon Death Valley National Park: Hiking, Scenic Drives, Desert Springs (Moon National Parks Travel Guide)

(Deutsch) Baedeker Reiseführer Kalifornien: mit praktischer Karte EASY ZIP

(Deutsch) LONELY PLANET Reiseführer USA Westen: Eigene Wege gehen und Einzigartiges erleben.

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