Vom Grand Teton Nationalpark, hatte ich vor dieser Reise noch nichts gehört, aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, umso mehr wollte ich dorthin. :) Vom Yellowstone Nationalpark, den wir am Vortag besucht hatten, fuhren wir Richtung Süden in den angrenzenden Grand Teton Nationalpark.
Zelten am Jenny Lake
Die Fahrt verlief ruhig auf den breiten Straßen, aber den ein oder anderen Stopp gönnten wir uns, um die namensgebende Bergkette der Tetons zu bestaunen.
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Um noch die Frage zu klären wie hoch der Grand Teton ist:
Der Grand Teton ist mit einer Höhe von 4199 m der höchste Berg der Teton Range, des Grand-Teton-Nationalparks sowie des Teton County im Westen des US-Bundesstaates Wyoming.
Danke Wikipedia

Und nach ca. 2 Stunden bzw. 90 Meilen (ca. 145 km) fuhren wir zum Anmeldehäuschen am Jenny Lake Campground, an dem wir herzlich in Empfang genommen wurden. Nach einem kurzen Check-in durften wir auf dem kleinen aber feinen Campingplatz unser Zelt aufschlagen.

Nachdem der Aufbau erledigt war, ging eine Dame vom Zeltplatz herum, um für den anstehenden Vortrag im Besucherzentrum Werbung zu machen. Außerdem hatte sie noch eine wichtige Information für uns: „Heute wird die kälteste Nacht, unter 0 Grad“. Jackpot. :D
Im Anschluss schauten wir uns das Besucherzentrum an und holten uns Kartenmaterial und Zeitungen, um danach zum Jenny Lake zu schlendern.

Das Panorama sprach dabei für sich. Ich konnte mich kaum sattsehen an der Kulisse, den Farben und der Schönheit dieser Berge.


Den See kann man auch mit einem Boot überqueren, um von der anderen Seite eine Wanderung zurück zum Zeltplatz zu unternehmen. So war auch unser Plan für den nächsten Tag aber ich kann schon vorwegnehmen, dass es einfach viel zu kalt war. :D
Um unsere Gemüter zu erhitzen, machten wir ein Feuer an unserer Feuerstelle, das allerdings mickrig im Vergleich des Osterfeuers unsere Nachbarn aussah. :D


Bye, Grand Teton Nationalpark
Die Temperaturen betrugen in der Nacht um die –2 °C, trotzdem habe ich besser und länger geschlafen als die Nacht zuvor.
Dann war es Zeit für den Sonnenaufgang, dieses Mal sogar in der richtigen Zeitzone. :D
Zähne putzen, das Zelt einpacken, um dann losdüsen war unsere tägliche Morgenroutine.
Notiz an mich selbst: Beim nächsten Roadtrip weniger Stopps einbauen, um mehr Zeit an einzelnen Orten zu haben.
Ich hatte kurz gehadert, ob wir tatsächlich anhalten sollten, um den Sonnenaufgang zu fotografieren, aber ja! Beste Entscheidung. :D
Jetzt folgt eine Reihe von Fotos, des Grand Tetons. Für mich das schönste Fotomotiv auf der gesamten Reise.
Der Aussichtspunkt hat sogar seine eigene Website. :D



Highlight ist für viele hier die Mormon Row, die aus mehreren alten Scheunen besteht und als Fotomotiv dient.
Als Nächstes war Shoppingtime in der wirklich schönen Stadt Jackson angesagt. Im Winter ist es hier bestimmt trubelig.
Nach dem Großeinkauf ging es zu einem Geheimtipp, so sagt zumindest das Internet und ich muss auch zugeben, dass ich gar nicht mehr weiß, woher ich die Information hatte.
Natürlicher Hot-Pot inmitten der Natur
In der Nähe soll es nämlich einen natürlichen Hot-Pot geben und da es an der Zeit war uns aufzuwärmen bahnten wir uns den Weg durch die schöne Natur Wyomings, um den Chevy zu parken und die heißen Quellen zu suchen.
Wir stiegen am Parkplatz aus und bahnten uns zu Fuß den Weg durch den Wald, mit einem Finger am Bärensprayabzug.

Wir fanden tatsächlich einen Pool, der aber von einer Dame betrieben wurde und für 12 $ pro Person genutzt werden konnte. Dazu gibt es sogar einen Wikipediaeintrag, ich schnall ab. :D
Ich hatte es mir etwas rustikaler vorgestellt und so zogen wir wieder von Dannen. Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir aber auf zwei Männer, die uns erklärten, dass die natürlichen Pools auf der anderen Seite des Flusses seien, den wir einmal durchqueren müssten.

Nach kurzer Analyse der Fließgeschwindigkeit und besten Einstiegsstelle steckten wir unsere Füße ins Wasser, dass so eisig war, dass ich nach ein paar Metern nichts außer Schmerz fühlte. Wir schafften es trotzdem unbeschadet auf die andere Seite und ließen unsere eisigen Beine in das heiße Wasser gleiten!
Was für eine Belohnung in so einem wunderschönen Setting! Mehr geht nicht.

Seenlandschaft in Wyoming
Ich weiß gar nicht wie lange wir in dem Hot-Pot gewesen sind aber ich meine mich zu erinnern, dass die Finger schon schrumpelig waren. :D
Dann wurde es aber auch Zeit aufzubrechen, denn es lagen noch ein paar Stunden Fahrt vor uns.
Nochmal durch das kalte Flussbett und dann zum Auto an dem wir schon zum zweiten Mal angesprochen wurden, dass wir aus Illinois kommen. (Zumindest das Kennzeichen vom Leihwagen) Bisschen Smalltalk und dann Abfahrt!
Entspannte 4,5 Stunden Fahrt lagen auf den nächsten 254 Meilen (ca. 409 km) vor uns.
Mit einem Kuchen-Zwischenstopp am Freemont Lake an dem außer uns niemand gewesen ist. Schon manchmal schräg, an den Hot-Spots tummeln sich die Leute und wenn es nicht bei Instagram gehyped wird, ist niemand da. :D
Nach der Kalorienzufuhr gings weiter mit dem Malibu und fetziger Musik gen Süden.
Noch ein kurzer Zwischenstopp am Flaming Gorge Reservoir, den ich mir nicht entgehen lassen konnte. Dieses blau!!! Am liebsten wäre ich gleich hineingesprungen. :D


Nachdem wir den Stausee überbrückt hatten, fuhren wir weiter Richtung Süden in den nächsten Bundesstaat, nach Utah.
Was sagt mir das Internet über Utah?
Utah ist das Herz des amerikanischen Südwestens. Rau, farbig, ikonisch und ein Paradies für Wanderer, Roadtrips und Naturfans.
Ich war gespannt, bis jetzt sah es noch aus wie Wyoming aber wir waren ja auch noch im Norden von Utah.
Colton Guard Station
Nach sechs Stunden Fahrt, von dem das letzte Stück auf einer einsamen Schotterpiste durch die Berge führte, kamen wir am Ziel an. Die Colton Guard Station, die man bei Interesse, hier buchen kann liegt im Ashley National Forest umgeben von nichts als Natur.
Als Erstes suchten wir das Haus nach einem Zahlenschloss ab, von dem ich die Kombination vor zwei Tagen via Telefonanruf beim Nationalparkservice bekommen hatte. Wir fanden es, die Kombination passte und das Haus war ein wahrer Schatz. Es war alles da, was man brauchte, trockenes Holz, einen Ofen in der Hütte und eine Feuerstelle auf der wir unsere Steaks brutzelten.




Und solang die Sonne sich zeigte, war es auch angenehm warm, sobald sie aber Platz für den Mond gemacht hatte, fielen die Temperaturen ins Bodenlose. Somit schmiss ich doch noch den Kamin im Haus an, um uns eine warme Nacht zu bescheren.
Dass die Nacht doch anderes verlief, als ich mir ausgemalt hatte, steht im nächsten Artikel. :)
Fazit | Grand Teton Nationalpark
Der Grand Teton Nationalpark war für mich der Geheimtipp auf der Reise. Die Kulisse der Teton Bergkette hat mich in den Bann gezogen. :D Und im Vergleich zum Yellowstone gab es viel weniger Touristen und ist etwas wilder als sein großer Bruder. Ich fand es schön beide Parks gesehen zu haben aber würde beim nächsten Mal wahrscheinlich länger in den Tetons als im Yellowstone bleiben.
Was würde ich beim nächsten mal anders machen?
In einer wärmeren Zeit fahren aber das ist absolute Geschmackssache. Ich bin der Meinung, dass es hier im Winter auch einzigartig ist und man von Jackson aus einen sehr guten Punkt für Wintersportaktivitäten hat.
Außerdem mindestens drei Tage hier verbringen und den Jenny Lake mit dem Boot überqueren oder eine Runde um den See spazieren.
Abschließend würde ich den Park noch etwas mehr erkunden.
Häufig gestellte Fragen | Grand Teton Nationalpark
Braucht man ein Permit für Wanderungen oder Camping?
Den Zeltplatz mussten wir reservieren und zwar hier.
Chat GPT Antwort:
- Tagestouren: Kein Permit notwendig.
- Backcountry-Overnights: Ja, ein Backcountry Permit ist Pflicht (reservierbar ab Januar; begrenzte Walk-In-Kontingente).
- Campgrounds: Offizielle Campingplätze wie Jenny Lake, Signal Mountain, Colter Bay etc. benötigen Reservierungen, die frühzeitig ausgebucht sind – besonders Jenny Lake.
Wo ist der beste Ort für Fotos?
Allein schon auf der Fahrt vom Yellowstone in den Grand Teton Nationalpark gibt es zahlreiche Fotostopps. Highlight war aber der Sonnenaufgang an der Mormon Row. Schwabacher Landing soll auch sehr schön sein, haben wir aber ausgelassen.
Chat GPT Antwort:
Die drei beliebtesten Spots:
- Schwabacher Landing (klassische Bergreflexion)
- Oxbow Bend (Mount Moran)
- Mormon Row (Moulton Barn)
Früh morgens ist das Licht am schönsten und es ist noch leer.
Welche Wanderungen sollte man unbedingt machen?
Wir hätten gern den Jenny Lake Loop Trail erwandert haben es aber lediglich vom Zeltplatz zum See geschafft. :D
Chat GPT Antwort:
Beliebte Must-Hike-Trails (verschiedene Schwierigkeitsgrade):
- Jenny Lake Loop + Hidden Falls + Inspiration Point (leicht–mittel, sehr beliebt)
- Cascade Canyon Trail (mittel; einer der schönsten Trails des Landes)
- Taggart Lake Loop (leicht; fantastisch für erste Eindrücke)
- Phelps Lake Overlook (leicht–mittel)
- Static Peak Divide oder Paintbrush Canyon Loop (schwer, aber episch)
Welche Tiere kann man sehen – und ist es sicher?
Wie im Yellowstone allerdings haben wir außer Rehe, Hirsche und Vögel nichts gesehen. Wahrscheinlich war den Bären auch zu kalt.
Chat GPT Antwort:
Der Park ist Heimat von Schwarzbären, Grizzlies, Elchen, Wapitis, Bisons, Adlern und mehr.
- Sicherheit: Mindestens 30–100 m Abstand halten, niemals füttern.
- Immer Bear Spray mittragen (und wissen, wie man es benutzt).
- In Gruppen wandern, laut sprechen, besonders in dichtem Wald und Dämmerungszeiten.
Reiseführer | Grand Teton Nationalpark
Die Reiseführer sind die gleichen wie aus dem Yellowstone Park Artikel.
Deutsch:
DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer USA, Der Nordwesten: mit Extra-Reisekarte
Englisch:
Lonely Planet Yellowstone & Grand Teton National Parks (National Parks Guide)