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Von der Stadt der Städte in das ländliche Montana. Was für ein Kontrast, aber nach dem Trubel in der Stadt freuen wir uns auf einen Roadtrip durch die Nationalparks im Western der USA. Den erste Stopp machten wir im ältesten Nationalpark der Welt, dem Yellowstone Nationalpark, der am 01.03.1872 gegründet wurde. Was wir hier erlebten und dass es doch besser gewesen wäre, wenn wir eine lange Unterhose eingepackt hätten, steht im nachfolgenden Artikel. :)
Montana Bozeman Yellowstone International Airport
Bevor es aber in den Yellowstone ging, mussten wir erstmal ein paar Stunden in den Westen Fliegen. :)
Vorsicht: Zeitumstellung nicht vergessen! Dazu später mehr :D

Outfittechnisch gabs auf dem Flug viele Cowboyhüte auf den Köpfen der Passagiere und einen Pullover mit der Aufschrift „Drill, Baby Drill.“
Ansonsten gab es auf dem Flug glücklicherweise keine besonderen Vorkommnisse und wir konnten uns entspannt auf weite Natur und wilde Tiere freuen.


Nach dem vierstündigen Flug landeten wir am schönen gemütlichen Bozeman International Airport, der mit mehreren Indoor Kaminen ausgestattet ist und eine besonders rustikale Atmosphäre verströmt.
Auf Travelbook gibts dazu einen kleinen Absatz, zum Artikel „6 besondere Flughäfen, an denen man mehr Zeit verbringen möchte„:
Das Besondere an dem Flughafen ist neben der Architektur die Aussicht. Man hat den direkten Blick auf die schneebedeckten Berge. Außerdem sind die Decken mit Holz vertäfelt und es gibt einen Kamin, wodurch es besonders behaglich wirkt. Der Flughafen selbst schreibt, dass das Terminal mit Naturholz und Stein gestaltet wurde und zudem Kunstwerke präsentiert, die den Charakter und die Natur Südwest-Montanas darstellen.



Willkommen in Wyoming
Als Nächstes wurde der Mietwagen abgeholt, ein Chevrolet Malibu, obwohl ich einen Passat gebucht hatte. Na gut, dann schauen wir mal, was die Mitbewerber so auf die Straße bringen.
Mit dem Hobel ging es in den nächsten Walmart, um uns mit Campingausrüstung auszustatten. Zelt, Schlafsäcke, Matten, Stühle und das wichtigste, Bärenspray! (Das man nach Kauf auch nicht mehr zurückbringen kann und 40 US $ kostet)
Autofahrt in den Yellowstone Nationalpark
Vom Walmart in Bozeman aus fuhren wir 117 Meilen bzw. zwei einhalb Stunden südlich, zum Yellowstone-Park, kauften uns für 80 $ am Eingang den „America is beautiful Pass“, mit dem man ein Jahr lang sämtliche Nationalparks betreten kann.
Der Kauf des Passes ist zu empfehlen, gilt immer pro Fahrzeug und lohnt sich schon nach zwei bis drei Nationalpark.
Während der Fahrt passierten wir die Grenze von Montana nach Wyoming und waren damit im Bundesstaat mit den wenigsten Einwohnern.

Der Malibu schnurrte wie ein Kätzchen und wir erreichten entspannt unser Ziel, den „Canyon Campground„
Da wir unsere Zeltplätze schon im Vorfeld gebucht hatten, machte es das Reisen entspannter, da wir wussten, dass am Abend einen Schlafplatz auf uns wartet. Noch dazu mit Feuerstelle, sanitären Anlagen und Parkplatz. Preislich lag der Zeltplatz mit 42 $ in der etwas preisintensiveren Kategorie im Vergleich zu den anderen Park.
Tipp: Weil die Zeltplätze in den Park schnell ausgebucht sind, bitte frühzeitig buchen.



Erkunden des Yellowstone Nationalpark
In jedem Nationalpark gibt es ein Besucherzentrum, das zahlreiche Informationen über die Besonderheiten des jeweiligen Parks bietet. Für uns war es stets die erste Anlaufstelle, um einen Eindruck vom Gebiet zu gewinnen. So auch im Yellowstone. Wir starteten unseren Besuch im gut frequentierten Besucherzentrum. Schon dort, wie auch später auf den Straßen und Wanderwegen merkten wir schnell, dass im Park an diesem Tag einiges los war.

Um den Park am Nachmittag noch etwas zu erkunden, fuhren wir südlich zum „North Rim Drive“, von dem aus man kurze Spaziergänge zu verschiedenen Aussichtspunkten unternehmen konnte.
Tipp: Für jeden Nationalpark gibt es sehr gute Informationen wie z.B. Wander- oder Fahrradrouten in der NPS App oder auf der Website. Auch geschlossene Straßen oder andere tagesaktuelle Punkte findet man hier. Für mich eine der besten Apps, die ich je genutzt habe.
Der erste Spot war sofort ein Highlight mit dem Grand Canyon des Yellowstone, und den Lower Falls.

Hier kann man auch sehr gut die Frage beantworten, woher der Yellowstone Nationalpark seinen Namen hat:
Der Yellowstone Nationalpark heißt so, weil er nach dem Yellowstone River benannt wurde. Dieser Fluss erhielt seinen Namen von den dort lebenden Ureinwohnern wegen der gelben Sandsteine an den Ufern des Flusses. Das „Yellowstone“ bedeutet wörtlich „gelber Stein“ oder „gelbe Steine“.
So spektakulär der Park auch ist, seine Geschichte und seine Entdeckung ist auch von Leid für die dort lebenden Ureinwohner geprägt, die mit der Entscheidung hier den ersten Nationalpark der USA zu etablieren, vertrieben wurden. Die Aufarbeitung dieser Themen ist in den Besucherzentren sehr gut ausgestellt.
Dazu gibt es hier einen sehr guten Artikel vom Deutschlandfunk.

Nach dem kurzen Ausflug kümmerte ich mich um ein ansehnliches Feuer, über dem wir unsere Burger-Pattys grillten und ein amerikanisches Abendessen hatten. Vollkornbrot gibts dann wieder in Deutschland. :D

Nach dem Essen verstauten wir unser Essen in die Bärenbox und kuschelten wir uns bei frischen –3 °C in unser Zelt und versuchten die Nacht zu überleben. :D ES WAR WIRKLICH KALT und das Zelt doch eher für sommerliche Temperaturen ausgelegt.
Dann fing es Mitten in der Nacht an zu regnen, blitzen und zu donnern. Hat nur noch gefehlt, dass ein Bär seine Nase ins Zelt steckt und die erste Nacht wäre perfekt gewesen. :D
Die Serengeti Nordamerikas, Lamar Valley
Nachdem das Gewitter abgezogen war, schliefen wir auch ein paar Stunden, bevor ich zum Aufbruch rief. Den Sonnenaufgang wollte ich nicht verpassen und da das nächste Gewitter im Anmarsch war, packten wir gegen 5:00 Uhr das Zelt ein. Dachte ich zumindest, denn die Armbanduhr hatte sich noch nicht auf Westküstenzeit upgedatet und so war es 3:00 Uhr in der Nacht :D Bisschen holpriger Start aber irgendwann ging trotzdem die Sonne auf und erhellte das Lamar Valley, der Serengeti Nordamerikas in der man häufig große Tierherden wie Grizzlys, Wölfe und Bisons beobachten kann.
Erinnerte mich tatsächlich ein wenig an unsere Tour durch Südafrika -> Artikel

Aber irgendwie tat sich nichts und wir drehten wieder um, bis wir am Straßenrand eine Menschentraube sahen.
Was gibt es denn hier zu sehen?

Nach dem Bären sahen wir noch zahlreiche Bisons, die den Straßenverkehr im Griff hatten. :)

Vom Lamar Valley fuhren wir, weil es auf dem Weg lag nochmal in das Besucherzentrum und kaufen uns ein Stempelbuch, das wir auf unserer Reise durch die Parks mit Stempeln füllten.
Tipp: Für Kids, gab es in jedem Park ein paar kleine Aufgaben zu erledigen (z.B. Müll sammeln) um dann ein „Junior Ranger“ zu werden und dazu gibt es noch ein cooles hölzernes Abzeichen.
Vom Besucherzentrum ging es als Nächstes in die thermal aktive Zone, in der es vor sich hin köchelt.

Die Erde des Yellowstone Parks lebt
Genauer gesagt zum heißesten Geysir-Becken im Yellowstone Park, dem Norris-Geysir-Becken. Es fühlte sich an wie auf einem anderen Planeten oder nach einer Apokalypse. Die karge Landschaft und die Farben.

Auch hier gab es ein extra eingerichtetes Besucherzentrum mit Informationen zur Entstehung der Geysire. Wir spazierten einmal den hölzernen Weg über den heißen Boden entlang und bekamen die unterschiedlichsten Farben geboten, immer mit einer gewissen Prise Schwefel in der Nase. :D


Die größte Thermalquelle, Grand Prismatic Spring
Von der heißesten Quelle zur größten, bzw. von einem Superlativ zum nächsten. Das sind die USA. :D
Wenn man nach Yellowstone Nationalpark googelt, wird man relativ schnell auf den Grand Prismatic Spring aufmerksam. Wir wollten wir mal schauen, ob es wirklich so aussieht, wie es aussieht, nämlich so:

Long story short: Wir konnten vor lauter Wasserdampf nichts erkennen :D Wobei man natürlich auch hätte zum Aussichtspunkt gehen müssen. Dann beim nächsten Besuch. :D

Am Ende des Rundgangs haben wir aber noch den kleinen Bruder getroffen. :)

Der alte Getreue, der regelmäßig speit
Den touristisch erschlossensten Geysir haben wir uns für den Schluss aufgehoben, den Old Faithful, um den herum eine riesige Parkplatzfläche und ein Hotel gebaut wurde.
Das Besondere dabei ist, dass der Geysir durchschnittliche alle 92 Minuten ausbricht.
Für alle die einmal sehen möchten wie die Eruption aussieht aber keine Zeit haben hinzureisen, gibt es hier eine Live-Webcam, die auf den Old Faithful gerichtet ist. Have Fun mit dem Geysir :)
Als wir ankamen, ruhte der Geysir und für den nächsten Ausbruch war ich schlichtweg zu müde. Die kurze Nacht wirkte sich doch etwas stärker aus als gedacht und um wieder zu Kräften zu kommen hielten wir erstmal ein Nickerchen im Auto.
Außerdem hatte ich noch die glorreiche Idee die Naturgewalten des Parks zu nutzen, um das Zelt zu trocknen. Nein, kein Geysir, sondern Wind und Sonne. :D

Nachdem wir wieder fit und das Zelt trocken war, fuhren wir der Straße entlang nach Süden zu unserem nächsten Ziel, dem Grand Teton Nationalpark.
Den Artikel dazu gibt es hier. :)
Fazit | Yellowstone Nationalpark
Der erste Nationalpark auf unserer Reise und dann gleich der Größte. Ich muss zugeben, dass ich die Größe von knapp 9.000 km² tatsächlich unterschätzt habe. Es ist nicht umsonst der größte Nationalpark der USA und noch dazu der Älteste. Ich fand den Park sehr abwechslungsreich, von Geysiren über Canyons und Wasserfälle kann man sich hier an vielen Naturwundern satt sehen. Die wilden Bisons und Bären (falls man mal einen sieht) sind auch ein Highlight, das ich so schnell nicht vergessen werde. Wenn es etwas zu beanstanden gibt, dann vielleicht die vielen Menschen im Park, denn zumindest an den Hotspots ist immer viel los.
Der Park und seine Infrastruktur waren wie alle Nationalpark der USA, in denen ich gewesen bin von Sauberkeit geprägt. Die sanitären Anlagen funktionierten alle und es gibt zahlreiche hilfsbereite Ranger, die einem den Park bis ins kleinste Detail erklären können.
Abschließend kann ich nur sagen, dass der Yellowstone Nationalpark etwas ganz Besonderes ist. :)
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde
Mit Blick auf die Temperaturen, den Yellowstone Park eher Mitte August zu bereisen oder ein dickeres Zelt kaufen. :D Mehr Zeit einplanen und ein Fernglas kaufen um die Tiere besser beobachten zu können. (Hatte ich sogar auf meine Packliste aber dann doch vergessen zu kaufen)
Häufig gestellte Fragen zum Yellowstone Nationalpark
Einmal für alle, die selbst eine Reise in den Yellowstone Nationalpark planen, die gemeinsamen Fragen und Antworten mit ChatGPT.
Wann ist die beste Reisezeit für Yellowstone?
Wir waren Mitte September im Yellowstone Park und es war schon etwas frisch. Also eventuell nochmal die Temperaturtabelle checken und dann planen. Wir waren nur froh, dass wir mit der Route im Norden gestartet und nicht geendet sind, sonst wäre es wirklich kalt geworden. :D
ChatGPT:
Die beste Zeit hängt vom Fokus ab:
Winter: Ruhig und einzigartig (Wölfe!), aber nur wenige Straßen offen; Zugang teils nur per Snowcoach.
Wenn man Natur & gute Zugänglichkeit verbinden möchte: früher Juni oder September.
Juni–September: Alle Straßen sind offen, warmes Wetter, aber Hochsaison.
Mai & Oktober: Weniger Besucher, kühlere Temperaturen, eingeschränkte Straßen.
Wie viele Tage braucht man, um Yellowstone gut zu erleben?
Für uns war die Zeit mit zwei halben Tagen zu kurz, deshalb würde ich mindestens 3 volle Tage, besser 4–5 empfehlen, um genug Zeit zu haben anzukommen und den Park auch zu genießen.
ChatGPT Antwort:
Für die wichtigsten Highlights reichen 2–3 volle Tage.
Für entspannteres Reisen, Tierbeobachtung und Wanderungen sind 4–5 Tage ideal.
Ein Tag ist zu knapp, da die Entfernungen im Park sehr groß sind (bis zu 2 Std. Fahrzeit zwischen Attraktionen).
Welche Tiere kann man sehen – und wie bleibt man sicher?
Wir haben einen Schwarzbären und viele Bisonherden gesehen. Ansonsten viele verschiedene Vogelarten und Eichhörnchen. :)
ChatGPT Antwort:
Typische Sichtungen: Bisons, Elche, Hirsche, Schwarzbären, Grizzlys, Wölfe, Kojoten, viele Vogelarten.
Für Sicherheit gilt:
Immer mit „Wildlife Jams“ rechnen — Tiere blockieren häufig die Straße.
100 m Abstand zu Bären & Wölfen.
25 m Abstand zu allen anderen Tieren.
Niemals Tiere füttern.
Auf Boardwalks bleiben; besonders in Thermalgebieten ist der Boden brüchig und gefährlich.
Welche Sehenswürdigkeiten muss man unbedingt sehen?
Der Grand Canyon of the Yellowstone war mein persönliches Highlight und die gesamte North Rim Route, mit ihren Aussichtspunkten.
Das Lamar Valley hatte aufgrund der weiten Fläche tatsächlich etwas von einer Safari und ist für Naturbeobachtungen zu empfehlen.
ChatGPT Antwort:
Old Faithful & Upper Geyser Basin
Grand Prismatic Spring (Insider: Aussichtspunkt vom Fairy Falls Trail)
Grand Canyon of the Yellowstone (Artist Point, Upper/Lower Falls)
Lamar Valley (beste Tierbeobachtung, besonders morgens/abends)
Mammoth Hot Springs
Yellowstone Lake
Wer wandern möchte: Mount Washburn, Fairy Falls, Uncle Tom’s Trail, Mystic Falls.
Muss man Unterkünfte oder Campingplätze weit im Voraus reservieren?
Ja unbedingt, ich hab mir sogar den Wecker gestellt, um bei der Buchung pünktlich zu sein und einen Platz zu bekommen.
ChatGPT Antwort:
Ja — besonders in Juli und August ist fast alles früh ausgebucht.
Erste-Come-First-Serve-Plätze (z.B. Slough Creek) füllen sich oft am frühen Morgen.
Wenn man flexibel bleiben will, sollte man auch Unterkünfte außerhalb (z.B. West Yellowstone, Gardiner, Cooke City) prüfen.
Lodges im Park: 6–12 Monate vorher reservieren.
Campingplätze: Viele sind reservierungspflichtig (z.B. Madison, Canyon, Grant Village).
Reiseführer | Yellowstone Nationalpark
Wir hatten das Kartenmaterial, das man am Eingang jedes Parks bekommt genutzt, aber wenn man längere Zeit im Yellowstone verbringen möchte gibt es hier sehr gute Reiseführer:
Deutsch:
DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer USA, Der Nordwesten: mit Extra-Reisekarte
Englisch:
Lonely Planet Yellowstone & Grand Teton National Parks (National Parks Guide)