Côte d’Azur

19.07.2016 – 21.07.2016

Um sechs Uhr morgens habe ich die Zelte in Italien abgebrochen um mich auf den Weg in Richtung Nizza zu begeben. Sonne, Strand und Spielcasino waren die dominierenden Themen an der Côte d’Azur.

Die PS-starken Fahrzeuge mit dem Kennzeichen „MC“ deuten es schon an. Vor mir liegt der zweitkleinste Staat der Erde, das Fürstentum Monaco. Bisher hatte ich Monaco immer nur mit der Formel 1 und dem Spielcasino in Verbindung gebracht aber jetzt bin ich hier, um mir selbst ein Bild zu machen. Zuerst muss aber erst mal ein Parkplatz in dieser kompakten Stadt gefunden werden, das ging aber relativ easy, wenn man den Schildern folgt und so habe ich einen Parkplatz neben dem kleinen weißen Auto gefunden 😉

Parkhaus Monaco

Und jetzt die Stadt erkunden! Die Formel 1 hat hier also doch ihre Spuren hinterlassen.

Monaco Rennstrecke

Was ich nicht gedacht hätte, ist das Monaco eine so „grüne Stadt“ ist. Überall gibt es kleine Parks und selbst die Häuserwände sind begrünt.

begrünte Wände Monaco

Während meiner Stadterkundung bin ich auch immer wieder auf Fahrstühle gestoßen, die mehrere Stadtteile miteinander verbinden. So habe ich diesen Luxus auch das ein oder andere mal genutzt 🙂 Nach dem Aussteigen aus dem Fahrstuhl bin ich auf einen Showroom der Volkswagen AG gestoßen….Alle anderen Hersteller zeigen ihre Highendmodelle…VW Nutzfahrzeuge zeigt auch etwas für den schmalen Geldbeutel 🙂

VWinMonaco

Was natürlich in einer Stadt wie Monaco nicht fehlen darf, ist der repräsentative Yachthafen und der kann sich wirklich sehen lassen. Am liebsten wäre ich irgendwo mitgehfahren…aber wer weiß, wo das wieder geendet hätte. Die Videos und Fotos müssen fürs erste reichen 🙂

Yachthafen Monaco

Yachthafen Monaco2

Mein Highlight in Monaco war aber das Freibad am Yachthafen, dem ich sogleich einen Besuch abstattete…Die Badehose hatte ich ja glücklicherweise an 🙂 Ein 50m langes Becken mit glasklarem Wasser lädt zum Schwimmen ein. Etwas verwundert war ich über das Brennen in den Augen, das nicht vom Chlor, sondern vom Salzwasser kam. Anscheinend wird das Schwimmbad mit Meerwasser gespeist. Etwas Angst hatte ich nur als ich mein komplettes Leben (Reisepass, Smartphone, Autoschlüssel und Portemonnaie) an der Garderobe abgeben musste…Weggekommen ist aber glücklicherweise nichts 🙂

Freibad Monaco

Und da ich jetzt frisch geduscht war, konnte ich mich umziehen und die berühmte Spielbank von Monaco betreten…nachdem ich 10€ gezahlt hatte, versteht sich.

Spielbank Monte Carlo 2

Spielbank Monte Carlo

Nach einigen Minuten des Staunens fand ich mich am Roulettetisch wieder bzw. hinter der Absperrung, denn ich konnte mich nicht überwinden die 5€ Mindesteinsatz auszugeben. Dafür schaute ich den Russen beim Verlieren zu und wurde nicht enttäuscht.

Die Räumlichkeiten des Casinos sind zwar beeindruckend aber die vielen Kameras und die kurzen bunten Hosen der meisten Gäste zerstören die Atmosphäre dieses Ortes. Naja…ich habs jetzt mal gesehen und jetzt kann es weiter gehen in Richtung Nizza. Denn dort habe ich mein nächstes Workawayprojekt, eine Dame benötigt Hilfe bei der Organisation zwischen PC und Smartphone. Klingt doch wie für mich gemacht 🙂

Zurück ins Parkhaus, 15€ für das Parkticket zahlen und in Richtung Osten fahren. 30 min später war ich auch schon in Nizza 🙂

An einem Supermarkt kaufte ich erst mal etwas Obst und Wasser ein, um für den Notfall gerüstet zu sein. Und es gibt hier W-LAN…na dann schau ich doch mal wo ich etwas leckeres Essen kann…indisch klingt gut. Weitere 20 Minuten später saß ich mit hochrotem Kopf und Schweißperlen auf der Stirn in dem indischen Restaurant. Lecker war es aber trotzdem 🙂

Ein flaues Gefühl im Magen bekam ich allerdings, als ich zufällig an dem Ort vorbeigefahren bin, wo vor einigen Tagen ein Terrorist mit einem LKW in eine Menschenmenge gerast ist. 85 Menschen sind dabei gestorben und mind. 300 zum Teil schwer verletzt wurden. Leider gibt es immer wieder Anschläge, denn eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Ich bin aber der Meinung, dass solche Attentate die Menschen nicht vom Reisen abhalten sollte, denn dann hat der Terror gesiegt.

Und nun zu meinem Workaway, das auch diesmal ziemlich kurz war. Denn die Dame schrieb mir eine Mail, die ich einfach komisch fand

someone will be there till 3.00pm and then no idea, we might do not come back before late night as i plan to go to Eze to see the stars.

„Late night“ ist keine so genaue Zeitangabe und somit entschied ich in Richtung Cannes zu fahren. Das nächste Ziel war der Strand!

Eine Unterkunft fand ich diese Nacht nicht und somit blieb als Schlafplatz nur das Auto…Etwas zerknautscht wachte ich nach wenigen Stunden auf und fuhr frühmorgens weiter. Die Fahrt dauerte 45 min bis ich ein McDonalds erreichte dessen Wlan ich nutzen konnte, um ein Hotel für die nächste Nacht zu buchen und das befand sich über dem Restaurant zur goldenen Möwe. Morgens um sieben betrat ich also das besagte Hotel um mein Zimmer zu reservieren. Der gute Dame an der Rezeption war das wohl alles noch etwas zu früh und sie blockte ab. Na gut…dann buch ich das Zimmer eben übers Internet. Somit hatte ich einen Schlafplatz für die nächste Nacht und konnte den Tag entspannt starten. Als Erstes fuhr ich in die Stadt, um auf einen Markt einzukaufen. Frisches Obst, Nüsse und Oliven fanden den Weg in meinen Rucksack und mit den Leckereien ging es dann an den Strand. Der Abstieg war etwas anstrengend und der Strand steinig aber dafür war das Wasser klar und angenehm warm.

Sonnenaufgang Cannes

Gegen Nachmittag läutete ich die Siesta ein und verzog mich aufs Hotelzimmer, um einfach mal etwas zu entspannen. Das WLAN kam mir auch sehr gelegen um meine nächsten Schritte zu planen und zu schauen, was es hier in der Nähe gibt. In Cannes soll es zwei wunderschöne Sandstrände geben, die ich mir angucken will und wenn ich schon mal an der Côte d’Azur bin, darf St. Tropez nicht fehlen. Meine Schwester tickerte auch mit mir und fuhr aus Richtung Kroatien nach Deutschland. „Wie wärs denn wenn wir uns am Chiemsee treffen?“…“Na klar. Warum nicht. Also bis in zwei Tagen!“

So war der Plan…der auch am nächsten Tag so umgesetzt wurde.

Die beiden Strände in Cannes waren leider nicht sehr zufriedenstellend und so war die letzte Chance der Strand Pampelonne vor den Toren St. Tropez. Die Fahrt dorthin war etwas surreal, denn auf einer normalen Landstraße zwischen kleinen Dörfern kamen mir immer wieder Rolls Royce, Ferraris und Lamborghinis entgegen. Den Strand hatte ich vorher im Internet gefunden und hier soll es auch den legendären Club 55 geben. Die Geschichte dazu könnt ihr hier lesen.

Club55

Um es gleich vorwegzunehmen…Promis habe ich keine gesehen…zumindest kam mir niemand bekannt vor. Ich bin aber auch nicht wirklich reingegangen, denn 18€ für ne Pommes waren mir dann doch zu viel. Dafür war der Strand wie aus dem Bilderbuch!!! Hier lässt es sich aushalten und so genoss ich die letzten Stunden an der Côte d’Azur.

St Tropez1

St Tropez

Strand in St Tropez

Am Nachmittag hab ich mich aufgemacht in Richtung Chiemsee.
Da hab ich ja ne schöne Fahrt vor mir 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.