Erste Station! Belgrad!

Der erste Ort auf meiner Reise ist Belgrad, die Hauptstadt von Serbien die ich mit zwei meiner besten Freunde unsicher gemacht habe. Die Idee dazu kam von einem Bekannten, der selber Serbe ist und uns empfohlen hat die Stadt zu besuchen.

Der Flug von Frankfurt nach Belgrad lief ohne größere Komplikationen und die Landung verlief butterweich. Der Hinweis vom Auswärtigen Amt, dass man nur bei autorisierten Taxifahrern einsteigen sollte wurde nach Ankunft auch sogleich missachtet und so saßen wir in einem klapprigen 3er BMW bei dem der Kofferaumdeckel nicht schloss und die Reifen an der nächsten Raststätte aufgepumpt wurden mussten… Angekommen sind wir aber trotzdem heile.

Nachdem wir das Hotelzimmer bezogen hatten, gingen wir zum Saveufer an dem viele Hausboote zu Clubs umgebaut wurden und wurden auch prompt am Ersten abgewiesen nachdem gefragt wurden, ob wir Deutsch wären….Beim zweiten Club war das allerdings kein Problem….Die Clubs sind auf jeden Fall mit sehr viel Liebe gestaltet. Für mich ist die Musik aber ein bisschen zu laut und so habe ich am zweiten Abend meine Ohrenstöpsel eingepackt.

Der darauf folgende Tag war überschattet von Dauerregen, dem wir aber trotzten und einen Stadtrundgang unternahmen.

Spruch des Tages: „In dieser Stadt kommt man bei Regen nur durch Schwimmen voran“ gemeint war damit die schlechte Infrastruktur und das Kanalisationssystem. Das Land ist arm, die Wirtschaftsleistung reicht nicht aus um die hohe Verschuldungsquote des Landes auszugleichen.  Eine weitere große Herausforderung sind die vielen Roma die mir vor allem im Bahnhof und als Bettler aufgefallen sind. Ich habe mich nicht mit den Details beschäftigt aber gelesen, dass die Serbische Politik wohl zurzeit dran arbeitet, aber überfordert ist, um diese Dinge kurzfristig zu lösen.

Zu sehen sind auch krasse Kontraste in Belgrad. Auf der einen Seite steht mitten in der Stadt, dass zerbombte Verteidigungsministerium und auf der anderen reihen sich an der Uferpromenade die stylishen IN-Restaurants aneinander.

Kontraste in Belgrad

Wenn man in Belgrad ist, sollte man aber auf jeden Fall einen Abstecher zu beiden Orten unternehmen. Das Restaurant „El Toro“ kann ich dabei nur empfehlen. Leckeres Essen! Super Ambiente! Ausgezeichneter Service! Die Preise sind zwar etwas höher als in den restlichen Restaurants der Stadt aber es hat sich gelohnt. Wir kamen auch mit unseren Tischnachbarn schnell ins Gespräch die uns noch einige Tipps für die Abendplanung mit auf den Weg gaben.

Toro

Wir steuerten den Club, der uns genannt wurde dementsprechend an und wurden vom Türsteher abgewiesen von seinem Chef daraufhin aber hereingelassen. Ich hab leider den Namen nicht mehr auf dem Zettel aber der Laden ist stylish eingerichtet und zieht auch ein großes Publikum an. Am meisten aber stört mich als Nichtraucher, dass in jedem Restaurant und Club geraucht wird. Eigentlich zu jeder Tages-/ und Nachtzeit an jedem beliebigen Ort. Serbien ist ein Raucherland! Ich bin gespannt, wie die Raucherquote in anderen Ländern auf der Welt ist und wie ich damit umgehen werde. Eine Maßnahme habe ich sofort umgesetzt und bei meiner Airbnb Buchung in Istanbul gefragt, ob das ein Raucherzimmer ist. Die Antwort war, dass nur auf dem Balkon bei geschlossener Tür geraucht werden darf. Das sollte wohl klargehen.

Am nächsten Tag zeigte die Sonne ihre Schokoladenseite und somit verbrachten wir den Tag mit flanieren auf der schönen Einkaufsmeile in der Altstadt und einem Spaziergang im Park, mit anschließender Selfie-Stick Probe!

Park in Belgrad

 

Saveufer

Auch ein Besuch am künstlichen Strand an der Sarve stand auf dem Programm, bevor wir den Abend in einem serbischen Restaurant ausklingen ließen.

Heute war es so weit…der letzte Tag stand an! Weil ich davon ausgegangen war, dass die Zimmer erst um 14 Uhr verlassen werden müssen, habe ich das auch so kommuniziert…ein Fehler, wie sich herausstellte. Nachdem wir noch 10min vom Hotel zum Kofferpacken bekommen hatten, reichte das komischerweise auch aus. Ein klarer Fall der Parkinsonschen Gesetzte in den steht, dass sich Arbeit in genau dem Maße ausdehnt, wie Zeit für die Erledigung zur Verfügung steht. Soll heißen: Wir haben alles rechtzeitig geschafft. 🙂

Das war also Belgrad! Die Stadt hat viel zu bieten und zu entdecken. Belgrad ist allerdings noch nicht so populär bei Touristen, was für oder gegen eine Reise sprechen kann 🙂 Das soll jeder für sich selbst entscheiden.

Viel wichtiger war mir, dass ich vor der Reise noch einmal Zeit mit meinen besten Freunden verbringe. Ein großes Dank also noch mal an Benny und Tim für die Organisation und die gute Auswahl der Locations. Es war mal wieder eine schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben! Grüßt mir Deutschland!

Jetzt stelle ich noch diesen Artikel online, gehe etwas essen und setze mich dann in den Nachtzug nach Sofia.

3 Gedanken zu „Erste Station! Belgrad!“

  1. Schöne Bilder und Aufschluss Reiche imfos, danke und viel Glück bei deinen weiteren Stationen. Neugierig bin ich jetzt schon.

  2. Der „Club“ sind drei Bars und die heißen „Mladost“ „Radost“ „Ludost“. Diese sind miteinander verbunden, so dass Sie zu einem „Club“ werden. Sehr zu empfehlen. 😛

    Christian wie konntest du Sie nur vergessen? 🙂

    PS: Gut das ich für dich Lesen u. Schreiben gelernt habe^^

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