Inselhopping auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln haben mich schon immer gereizt und dieses Mal habe ich meinen Rucksack gepackt, um mir selbst ein Bild zu machen. 🙂

Bisher wusste ich nämlich nicht viel, sondern hatte immer nur von Leuten gehört, die mal auf „Fuerte“ oder „Gran Canaria“ gewesen waren. Ich stellte mir aber vor, dass jede Insel etwas Besonderes vor allem im Bezug auf die Landschaft zu bieten hat und hier werdet ihr erfahren, ob es auch so gewesen ist. 🙂

Zuerst aber ein paar Fakten:

Die Kanarischen Inseln (spanisch Islas Canarias) oder Kanaren sind eine geologisch zu Afrika, politisch zu Spanien (und damit zur EU) und biogeografisch zu Makaronesien gehörende, aus acht bewohnten und einer Reihe unbewohnter Inseln[4] bestehende Inselgruppe im östlichen Zentralatlantik, etwa 100 bis 500 Kilometer westlich der Küste von Marokko. Die Autonome Gemeinschaft der Kanaren (spanisch Comunidad Autónoma de Canarias) ist eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens.

Von Lencer – own work, used:GMT and SRTM3V2Map of the Canary Islands.svg by User:Mysid, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=99390251

Lanzarote

Meine dreiwöchige Reise startet auf der nordöstlichsten der Insel und zwar Lanzarote. Die Landung hatte schon etwas Spektakuläres, weil die Landebahn direkt neben dem Meer gebaut wurde, was man sonst eher selten hat.

Nach der Landung musste ich einmal über die Insel in den Norden zu meinem Airbnb Apartment. Die große Frage war Bus oder Taxi? Mit dem Bus hätte die Fahrt zwei Stunden gedauert und ich hätte drei Umsteigen müssen, somit entschied ich mich dann doch für das teurere, aber schnellere Taxi.
Die Fahrt in das kleine Dorf „La Santa“ war sehr entspannt und als wir von einem Hügel in Richtung Meer fuhren, war ich im Urlaub angekommen. 🙂

Fahrt nach La Santa

An meiner kleinen Wohnung angekommen musste ich zwei Schlüsselboxen suchen, die ein kontaktlosen einchecken möglich machen. Nachdem ich die hölzerne Schiebetür zu meiner neuen Bleibe öffnete, war ich positiv überrascht über die schönen Räumlichkeiten und diesem tollen Ausblick. Einmalig!

Blick aus dem Küchenfenster

Nachdem ich die Wohnung bezogen und geduscht hatte, machte ich mich fertig, um die Gegend zu erkunden und noch einige Einkäufe in einem kleinen Supermarkt zu tätigen. Nachdem das erledigt war, ging ich auf die Dachterrasse, um die kanarische Sonne zu genießen. 🙂

Das gute an der Wohnung war, dass ich nur aus der Haustür stolpern musste und 30 m weiter eins der besten Restaurants der Insel hatte. Das „Restaurante Salmarina La Santa„, in dem ich den ersten den letzten und auch ein paar Abende dazwischen verbrachte. 🙂

Frischer Fisch und kanarische Spezialitäten auf einer überschaubaren Karte. Die Highlights für mich waren die kanarischen Runzelkartoffeln genannt „papas arrugadas“ zu der es die „Mojo Verde“ gab, eine grüne kanarische Soße und als Dessert „Bienmesabe, eine Mischung aus Honig, gemahlenen Mandeln und Ei auf einer Kugel Vanilleeis! Viel Spaß beim Nachkochen. 🙂

https://www.teneriffa-news.com/media/papas-arrugadas-kanarische-kartoffeln-salzkruste-rezept-lecker.jpg
https://www.spain-recipes.com/images/hq-bienmesabe.jpg

Nach diesem ausgiebigem Mahl fiel ich nur noch ins Bett und freute mich gleichzeitig auf den nächsten Morgen. Denn ich hatte ein E-Bike gemietet, das mir morgens gebracht wurde und ich drei Tage behielt, um die Insel zu erkunden. Ich muss aber gleich sagen….es wäre besser gewesen, wenn ich ein Mountainbike und kein Trekking Bike genommen hätte 😀 aber dazu später mehr.

Erst mal musste ich mich an die elektrische Unterstützung gewöhnen, aber sobald ich wusste, wie es geht, wollte ich es auch nicht mehr missen. 😀 Also fuhr ich meine erste Tour, die zum nächsten Strand in ca. 15 km führte.

Vom Strand aus ging es dann in Richtung Norden, aber als ich merkte, dass der Akku weniger Dampf hatte, als ich dachte, machte ich mich auf, um die Rückfahrt anzutreten, die sich sehr holprig gestaltete. Ich nahm eine Abkürzung abseits der befestigten Straßen, aber das mir dabei fast die Hüfte rausfliegt, hatte ich nicht erwartet. 😀

Zudem pfeift ein permanenter Wind über die Insel, der in 90 % aller Fälle von vorne kommt.

Nach diesem sportlichen Tag entspannte ich noch etwas am Wasser, um den nächsten Morgen fit zu sein. Denn ich wollte als Erster im Nationalpark Timanfaya und am Vulkan „El Cuervo“ sein.

Google sagte mir, das die Fahrt sehr ebenerdig und ohne große Steigungen wäre, was eine absolute Lüge war. 😀 Es ging ausschließlich bergauf! Und das 13 km lang. Dafür freute ich mich aber auch schon wieder auf die Rückfahrt und schoss einige wunderschöne Fotos vom Sonnenaufgang, die die Strapazen aufwogen.

Am Parkplatz angekommen war ich der wirklich der einzige und machte mich auf den Weg durch die Vulkanwüste in Richtung El Cuervo.

Auf dem Weg dorthin gab es, wie es sich für deutsche Verhältnisse gehört, auch einige Infotafeln.

Je dichter ich an den Vulkan kam, desto spektakulärer wurde es.

Und auf der anderen Seite eröffnete ein Eingang den Weg zum Krater.

Hier wütete also sechs Jahre lang ein speiender Vulkan, der mit seiner Lava und Magma fast die komplette Insel für immer veränderte.

Nach diesem spektakulären Start in den Tag machte ich mich auf dem Weg zurück in Richtung Parkplatz, der jetzt etwas Voller geworden ist. 🙂

Ich sattelte also mein Fahrrad und ließ mich in Richtung „La Santa“ rollen, um zu Hause angekommen eine Dusche mit anschließendem Frühstück zu genehmigen.

Der Sportteil an diesem Tag war also erledigt und es darf kulinarisch werden. Eine Sache, auf die ich mich schon lange gefreut hab, war eine Weinprobe auf Lanzarote, die ich im Vorfeld gebucht hatte.

Die Kanarischen Inseln galten für mich bisher nicht als klassisches Anbaugebiet, umso interessanter war es natürlich, etwas darüber zu erfahren. Die Tour fand, wie es sich gehört, auf einem Weingut inmitten der Vulkanfelder statt. Insgesamt waren bestand die Gruppe aus sechs Personen plus dem Weinexperten, der seinen Job richtig gut machte. Er erklärte uns, dass die Weinreben vor dem Wind geschützt werden, indem Löcher gebuddelt werden, indem die Pflanzen wachsen und gediehen können aber nur so hoch, bis der Wind das Wachstum beeinträchtigt.

Von den Fakten der landwirtschaftlichen Kultivierung von Wein auf Lanzarote ging es in die Lagerhalle des Weingutes und von dort in den Bereich der Verkostung. Dem Highlight der Tour. 🙂

Es gab drei verschiedene Weine und für die Personen, die über Airbnb gebucht haben, gabs noch einen vierten. 😉

Der erste war mir etwas zu säuerlich und ein anderer zu süß, aber der letzte war einer der besten Weine, die ich je getrunken hab. So entspannt auf der Zunge und im Rachen, dass ich gleich zwei Flaschen kaufte. Der Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt 🙂 Danke für die spannende und leckere Tour. 🙂

Nachdem ich wieder in „La Santa“ angekommen war, gönnte ich mir noch ein Abendessen und ließ den Abend auf meinem Balkon ausklingen.

Als ich danach ins Bett fiel, schlief ich hervorragend und träumte von kanarischen Weinreben. 🙂

Den Sonnenaufgang am nächsten und letzten Morgen auf Lanzarote genoss ich am Wasser vor meiner Haustür und sagte auch meinen kleinen Nachbarn „Hallo“.

Vier Tage war ich insgesamt auf Lanzarote, in denen ich leider viel mehr sehen wollte, als ich geschafft habe. Die Kunstwerke von César Manrique standen ganz oben auf meiner Liste, aber selbst mit dem E-Bike waren die Orte zu weit weg, aber wer weiß….vielleicht bekam ich ja trotzdem noch eins zu Gesicht. 😉

Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Start auf der pittoresken Insel, die etwas Magisches besitzt und dessen Kargheit mich bezauberte.

Es wird Zeit für Lanzarote zu verlassen und auf die Fähre Richtung Westen zu steigen.

Fuerteventura

Nach einer 30-minütigen Fahrt über dem Meer erreichte ich den Norden der Insel. Mein Hotel lag allerdings am anderen von Fuerteventura und um dort hinzukommen stieg ich in den Bus Richtung Süden. Während der Fahrt beeindruckten mich am meisten Bee die goldgelben Sanddünen, die der Wind aus der Sahara weht.

Die Fahrt dauerte insgesamt drei Stunden und als die Sonne schon untergegangen war, erreichte ich endlich das Hotel und durfte sogar noch die letzten 15 min des abendlichen Buffets genießen, um mich zu stärken. 🙂

Nachdem ich müde ins Bett gefallen und zu einem späteren Zeitpunkt in der Tiefschlafphase angekommen war, weckte mich eine schrille Sirene aus meinen süßen Träumen. So klingt es also, wenn der Feueralarm ausgelöst wird. Ich war der Erste auf dem Hotelflur, aber nach und nach kamen immer Hotelgäste achselzuckend dazu, um sich über die Situation zu wundern. Nach ein paar Minuten machte ich mich auf in Richtung Rezeption, um zu fragen, was los war, aber nach einigen Metern hörte der Alarm auf und am nächsten Tag bekamen wir die Info, das ein neuer Kollege nicht wusste, wie man den Fehlalarm abschaltet. Also alles gut. Kein Feuer und auch den Rest des Urlaubs blieben das die Gäste und das Hotel unversehrt. 🙂

Am nächsten Morgen konnte ich dann endlich mal einen Blick auf das Meer (über die Straße) werfen.

Natürlich bin ich auch gleich rübergegangen, um meine Füße in den Sand zu stecken. 🙂

Ich muss sagen, dass ich selten so perfekte Strände gesehen hab. Der Sand hat die perfekte Konsistenz und die Strände sind so unglaublich breit. Ein Paradies für mich 😀

Der Strand zog sich von meinem Hotel bis in die nächste Stadt nach „Morro Jable“, die ich nicht sonderlich spektakulär fand. Viel mehr spielte sich das Leben in den Bunkern zwischen Animation und Pools ab. Eigentlich bin ich da nicht so der Typ für, aber man kann ja auch mal neue Wege gehen und um es mir etwas einfacher zu machen kam mein bester Kumpel Matze zu besuch und so genossen wir ein paar sonnige Tag mit All inclusive Bändchen am Handgelenk. 😀

Auch meine guten alten Tischtennisskills konnte ich bei einem hotelinternen Turnier rausholen. Allerdings bin ich nur dritter geworden, was mich doch etwas wurmte 😀

Der Frust wurde aber auch sportlich eingesetzt und in Bewegungsenergie umgewandelt.

Zum Abschluss des Tages gab es noch ein paar Mitbringsel für zu Hause. 🙂

Nach vier Tagen flog Matze aber auch wieder nach Hause und ich auf die nächste Insel auf die ich mich ganz besonders gefreut habe.

La Palma

Ich landete am Nachmittag mit einem mulmigen Gefühl auf La Palma, denn die letzte Woche über hatte es immer mehr kleine Erdbeben gegeben, die auf einen bevorstehenden Vulkanausbruch hindeuten. Die Experten konnten nicht genau sagen, wann es zum Ausbruch kommt, es kann zwei Wochen, aber auch zwei Monate dauern.

Nach dem allerdings an diesem Morgen die ersten Beben in dem Ort stattgefunden haben, in dem ich meine nächste Wohnung beziehen wollte, änderte ich meinen Plan und buchte mir ein Haus, das weit weg vom Erdbebengebiet stand. Denn La Palma oder auch Isla Bonita (Die schöne Insel) ist mit 2 Mio Jahren die Zweitjüngste der kanarischen Insel. Im Vergleich dazu sind Fuerteventura und Lanzarote mit 22 Mio. Jahren bzw. 15,5 Mio. Jahren die Ältesten.

Diese Jugendlichkeit verdanke ich, dass ich bei einem der spektakulärsten Naturschauspiele überhaupt dabei sein durfte, denn kurz nach meiner Landung brach der Vulkan aus und schleuderte die Lava aus seinem Schlund, der bis zum heutigen Tage (30.10.21) andauerte. Bisher wurde glücklicherweise keiner verletzt aber viele Menschen habe Ihre Existenz und ihre Häuser verloren. Das letzte Mal als es zum Vulkanausbruch auf La Palme kam war vor ziemlich genau 50 Jahren und auch damals ist glücklicherweise niemand gestorben.

Ich persönlich habe erst von dem Vulkanausbruch mitbekommen, als meine Vermieterin mir das Haus zeigte und auf dem Fernseher im Wohnzimmer die Bilder des aktiven Vulkans in den Nachrichten liefen. Ich selbst konnte es noch gar nicht einordnen und dachte, das wär sonst wo, aber nicht auf La Palma, aber als ich die Schlagzeilen auf meinem Handy sah, war ich froh, noch schnell die Wohnung gewechselt zu haben.

Hier inmitten der Natur bekam ich nicht viel mit. Für mich selbst war es auch eine kleine Challenge, ein paar Tage abgeschieden in einem einsamen Haus zu wohnen, wobei ich ja noch einen Mietwagen hatte, um die Insel zu erkunden. Also war ich nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten. 🙂

Das allererste, was mich auf dieser La Palma beeindruckt hat, ist die Farbenpracht und die absolute Gegensätzlichkeit zu den ersten beiden Inseln.

Und das waren nur ein paar Blumen aus dem Vorgarten. 🙂

Nach einer Einkaufstour im nahe gelegenen Supermarkt genoss ich mein Abendbrot und der Terrasse und ging früh ins Bett, um den nächsten Tag fit für eine Wanderung zu sein. Denn dafür ist La Palma auch bekannt.

Auf einem sehr guten Reiseblog bekam ich viele Informationen über die Kanaren und auch die Wanderung zu einem Wasserfall hatte ich von dort.

Am Vormittag stieg ich meinen Mietwagen und fuhr Richtung Norden, bis ich den Parkplatz in der Nähe des „Los Tilos“ erreicht hatte. Von dort aus waren es ca. 15 min zu Fuß, bis ich umgeben von satten Grün vor dem Wasserfall stand.

Diese Insel sprießt förmlich vor Leben. Wasser, grün in allen Farben und bunte Blumen sind hier dauerhaft präsent.

Ein Stück weiter steht eine Touristeninformation mit geschichtlichen Fakten zur Insel und interessanten Exponaten.

Noch ein Stück weiter starten mehrere Wanderungen, von denen ich mich für eine entschied, die zu einer Aussichtsplattform führen soll. Am Start bekam ich einen tierische Gruß und los gings.

Nach ca. 45 min im tropischen Klima erreichte ich den Punkt im durchgeschwitzten T-Shirt, aber für die Aussicht hat es sich gelohnt.

Einer meiner Freunde sagte, dass es aussieht wie bei „Jurassic Park“ und meiner Meinung nach passt das sehr gut. 😀

Nach der Wanderung brauchte ich erst mal eine Abkühlung und die fand ich in einen der „steinernen Pools“ am Meer.

Sehr cool gemacht allerdings waren aufgrund der Wellen nicht alle Becken geöffnet. Trotzdem war es ein riesen Spaß und nach ein paar Stunden trat ich die Heimreise, die an einer Menge Bananenplantagen vorbeiführte, an.

Auf dem Weg suchte ich mir noch ein nettes Restaurant und genoss den Sternenhimmel über meinem Haus. Sternenhimmel ist auch das Stichwort, denn mitten in der Nacht begab ich mich auf den Weg zum höchsten Punkt der Insel. Der Berg ruft, genauer gesagt der „Roque de Los Muchachos“ auf 2.436 m Höhe. Ich setze mich also um 05:30 Uhr ins Auto und fuhr die nicht beleuchtete Straße durch Wälder und Serpentinen bis ich die Wolkendecke durchbrach, was einfach spektakulär aussah.

Nach ein paar Fotos ging die wilde Kurvenfahrt weiter, bis mich diese riesigen Spiegel in Empfang nahmen. (Auf den Bildern sehen die so klein aus :D)

Das war jetzt aber der letzte Stop bevor ich die Spitze des Berges erreicht und das frühe Aufstehen hat sich mal wieder gelohnt. Ich war ganz alleine an diesem schönen Platz.

Wenn man ganz genau hinschaut, kann man die Rauchwolken des Vulkans sehen.

Das war für mich das absolute Highlight auf La Palma und jeder, der diese Insel besucht, sollte einmal hierherkommen. 🙂

Das war der Morgen auf La Palma, und weil der Tag ja noch lang ist, geht es gleich weiter zum nächsten Spot und einer kurzen Wanderung, die an einer „Gofio Mühle“ starten und an einem Café enden soll. Klingt gut!

Auf gehts mit dem kleinen Toyota über Stock und Stein und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hab leider kein Video von der Fahrt, aber es ging gefühlt 2-3 km einspurig mit einigen Haltebuchten über Hügel und vorbei an Schluchten. Als ich endlich einen Parkplatz gefunden hatte, sah das Ganze dann so aus. 🙂

Der morgendliche Spaziergang in der Natur hat Spaß gemacht, aber leider hatte das Café geschlossen. 🙁

Zum Ausgleich habe ich allerdings einige Drachenbäume gesehen. 🙂

Und weil meine Beine noch Energie hatten, wollte ich zu einem weiteren Wanderspot, der im Zentrum der Insel lag. So kam ich auf einer Straße, von der aus ich den Vulkan sehen konnte und musste einfach rechts ran fahren, um die Kamera zu zücken.

Wie man sehen kann, färben die Rauchwolken den Himmel und es fühlte sich auch unheimlich an, dort vorbeizufahren. Meine Wanderung konnte deswegen leider nicht stattfinden, denn die Straßen dorthin waren alle gesperrt und so fuhr ich zurück zu meinem Haus und machte mir einen entspannten letzten Abend.

Den nächsten Morgen genoss ich noch einmal ganz bewusst auf meiner Blumenterasse.

Nach einem leckeren Obstsalat zum Frühstück fuhr ich in die Inselhauptstadt „Santa Cruz de la Palma“ um mein Auto abzugeben. Die letzten Stunden bevor die Fähre ablegte, flanierte ich durch die Altstadt zwischen bunten Blumenkästen und schwarzem Sand.

Hasta luego la Palma. 🙂

Teneriffa

Olá Teneriffa!

Die Fahrt auf der Fähre lief entspannt ab, zumindest für mich. Eine Frau neben mir sah das anders und nutze das Papiertütenangebot auf dem Trimaran sehr intensiv.

Kaum angekommen stand die Presse mit Kameras und Mikros am Hafen, um einige Interviews zum Thema „Vulkanausbruch“ zu führen. Nein, von mir gab es keine Stellungnahme 🙂

Vom Hafen aus musste ich zum nächsten Busbahnhof und von dort zu meinem Hotel nach „Puerto de la Cruz„. Es war etwas ungewohnt, nach ein paar Tagen in Einsamkeit auf das volle Touristenprogramm zu treffen. Menschenmassen, Souveniershops amerikanische Fast Food Restaurants. Willkommen auf Teneriffa 😀

Muss ja auch alles nicht schlimm sein, aber im ersten Moment etwas ungewohnt. Was aber sehr gut funktioniert, sind die öffentlichen Verkehrsmittel und die dazugehörigen Apps. So kam ich ganz entspannt an meinem Hotel an und fiel sofort ins Bett. 😀

Am nächsten Morgen stand das übliche „Ich muss Wasser kaufen“ Gang zum Supermarkt an und auf dem Weg dorthin traf ich auf die Aufkleber eines fleißigen Blutspenders. 🙂

Die lebenswichtigsten Einkäufe waren verstaut und ich konnte mich wieder um das Freizeitprogramm kümmern, das heute aus dem Besuch des botanischen Gartens bestand.

Ich finde es generell schön, die botanische Gärten vor allem an fremden Orten zu besuchen und den Trubel der Stadt eine Pause zu gönnen. 🙂

Es ist unglaublich, wie viele unterschiedliche Pflanzen es in diesem Garten gibt, aber eine hat mich ganz besonders fasziniert und zwar ein Baum mit Luftwurzeln.

Den Besuch kann ich in jedem Fall empfehlen, vor allem in der heißen Mittagssonne bietet der Garten genügend frische Luft und schattige Plätze.

Am Nachmittag erkundete ich noch etwas die Stadt und entspannte am schwarzen Sandstrand, bis ich am Abend ein sehr gutes Restaurant gefunden hab, das auch bekannt ist für seine hervorragenden Cocktails. Ich kann es bestätigen und weiß jetzt endlich, was ich mit meinen Amarettoflaschen machen kann….Amaretto Sour! Richtig richtig lecker!

Quelle: Google

Die nächsten Tage waren relativ unspektakulär. Ich habe die Stadt nicht verlassen, aber wurde dafür auch belohnt mit dem schönsten Freibad, in dem ich je gewesen bin, dem „Lago Martianez“. Es ist eine Lagune, entworfen und umgesetzt von César Manrique und so konnte ich endlich ein Kunstwerk von ihm erleben. Eine Badelandschaft, wie ich sie noch nie gesehen hab, bestehend aus verschiedenen Salzwasserbecken, gespickt mit Kunst und womit ich gar nicht gerechnet hab, guten Restaurants. Allein baulich wär das in Deutschland nicht im Ansatz möglich, was da alles passieren kann….gar nicht auszudenken. 😀

Ich fands richtig geil!

Los gehts mit dem wasserspritzenden Vulkan, der die noch leeren Becken am Morgen mit frischem Salzwasser flutet.

Nachdem die Becken alle vollgelaufen sind, kann man entspannt seine Bahnen ziehen. 🙂

Sogar das Kinderbecken ist ein Kunstwerk für sich.

Und wie schon gesagt wurde der Tag im Schwimmbad auch auf kulinarischer Ebene abgerundet. Dazu muss man aber wissen, dass der Tintenfisch besser schmeckt als er aussieht. 🙂

Weil es einfach so gut war, bin ich zwei Tage später noch mal hergekommen. 🙂

Den letzten Tag auf Teneriffa verbrachte ich am Strand und holte es, wie es sich für einen Touristen gehört, eine analoge Zeitung und zwar eine ganz spezielle. 🙂

Es macht den Anschein, als leben doch schon ein paar Deutsche auf den Kanaren. 🙂

Interessant war auch der Artikel über das kanarische Gofio, mir hats jetzt nicht besonders gut geschmeckt, aber jeder so wie er mag.

Das war Teneriffa und jetzt gehts weiter nach Gran Canaria.

Gran Canaria

Die letzte Insel auf meiner Reise empfang mich auch wieder auf dem Wasserweg.

Mein Plan war zum Abschluss ein All inclusive Hotel zu nehmen, um noch einmal richtig runterzukommen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mal einen Euro mehr auszugeben. Der Blick vom Balkon spricht für sich.

Auch sonst gab es nichts zu meckern. Das Essen war eine kulinarische Glanzleistung, der Service las einem jeden Wunsch von den Lippen ab, nur das Showprogramm am Abend sollte meiner Meinung nach überarbeitet werden.

Wenn man Lust hat, kann man das Animationsprogramm nutzen, das rund um die Uhr angeboten wird, aber nach einer weiteren Niederlage beim Tischtennis sah ich mich gezwungen, das Hotel auch mal zu verlassen. 😀

Ein Besuch in den „Dünen von Maspalomas“ waren eine willkommene Abwechslung zum alltäglich Hotelprogramm und so verbrachte in den letzten Tag zwischen heißen Sandkörnern. 🙂

Ein letzter Blick über die Kanarischen Inseln, bevor es in den Flieger nach Deutschland geht.

Für mich waren es drei spannende Wochen in einer Art Mikrokosmus, einer eigenen kleine Welt mit unterschiedlichen Vegetationszonen inklusive Vulkanausbruch. Das Mysterium Kanaren ist für mich somit gelöst und es hatte doch mehr zu bieten, als ich anfangs dachte. 🙂

Als Tipp für zukünftige Kanarenbesucher, die die Inseln richtig erkunden wollen. Mietet euch im Vorfeld ein Auto und fahrt los. 🙂

Adiós 🙂

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