Koh Phangan – Die etwas wildere Insel

Auf geht’s nach Koh-Phangan. Viel hatte ich noch nicht über die Insel gehört, aber das, was ich gehört hatte, hat mich neugierig gemacht…

10.12 – 29.12.2018

Ganz kurz zu den Hard Facts der Insel:

  • Die Insel liegt zwischen Koh Samui und Koh Tao im Golf von Thailand
  • 8.000 Einwohner bewohnen Koh Phangan
  • Länge: 18,6 km
  • Breite: 12km
  • Höchste Erhebung: 635m (Khao Ra)

Damit ist mein Bildungsauftrag erledigt. Alles weitere wird bildungsfern 😀

 

Um nach Koh-Phangan zu kommen, muss man die Fähre vom Festland aus nutzen und 90min später  erreicht man den Pier von Thong Sala, der Hauptstadt von Koh Phangan.

Ich legte gegen 22:00 Uhr auf Koh Phangan an und wurde gleich von den netten Taxifahrern begrüßt, die alle zusammen unverschämte Preise verlangten….Aber was will man machen. Da mein Hostel im Norden der Insel lag, war ich auf ein Taxi angewiesen. Wir handelten noch etwas und ich versuchte ihm zu erklären, an welchem Strand mein Hostel steht…Mit mir saßen noch 4 andere Touristen auf dem Heck seines Pick-UPs und so ging es durch die Nacht von Koh-Phangan. Nach ca. 20min erreichten wir ein Hostel…das mehr aussah wie ein fancy Resort…aber es war tatsächlich mein Hostel. Ich checkte ein und konnte nach ca. 10 stündiger Reise eine heiße Dusche genießen. Und um die Leute im Hostel besser kennenzulernen, gesellte ich mich auch gleich an die Bar und ließ dort den Abend ausklingen.

Die wichtigste Info beim einchecken war: „Der Pool hat 24h am Tag geöffnet“ 🙂 Man kann sich ja ungefähr ausmalen, was man mit so einer Aussage provoziert….

Sooo…die erste Nacht verlief ohne große Komplikationen und so konnte ich endlich die Insel im Tageslicht erkunden. Als erstes ging es an den Strand!
Feiner heller Sandstrand, Palmen, Massagebungalows, Bars…alles was man braucht! 😀 Und das Wichtigste… ENDLICH INS MEER!!!! …. EIN TRAUM von einer Badewanne 😀

Das Wasser hat die perfekte Temperatur von 27°C.

Als ich das Wasser verließ, viel mir ein sehr sehr dickes Schwein ins Auge 😀
Viele meiner Bekannten fragen mich daraufhin…“WAS MACHT EIN SCHWEIN AM STRAND?“ Aber das Tier gehörte zu dem Restaurant und ist so eine Art Haus- bzw. Strandschwein 🙂

Nach der schweinischen Action ging es an den Hostelpool 🙂
Da lernte ich Tina kennen, die aus Süddeutschland kommt und eine Südostasienrundreise unternimmt. Wir verstanden uns auf Anhieb gut und verbrachten die nächsten Tage miteinander.

Was uns schnell aufgefallen ist, war die Tatsache, dass jeder auf der Insel einen Roller gemietet hat…und so dauerte es nicht lange, bis ich auch einen fahrbaren Untersatz hatte. Die Frage war nur…Helm oder keinen Helm?! Natürlich sollte man immer einen Helm im Straßenverkehr nutzen…Aber die Helme, die man dort angeboten bekommt, gleichen einem Pappkarton…da kann man sich auch eine ausgehöhlte Wassermelone über den Kopf ziehen…hat ungefähr den gleichen Effekt.
Am ersten Tag hab ich das Ganze sogar getestet…und dann doch wieder abgegeben.

Gemeinsam mit Tina und Nico (einem anderen Deutschen) brausten wir über die Insel und entdeckten Wasserfälle, Aussichtspunkte und Strände. Es machte auf jeden Fall einen Heidenspaß über die Hügel der Insel zu fahren und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Es gab Straßen, die führten direkt an den Mangrovenstränden der Insel vorbei…und das war schon richtig geil! Kann man nicht anders sagen. Für mich war es das Größte, die Insel mit dem Roller zu erkunden!!! Leider hab ich kein Roller cruisen Video 😀

Nach so einem anstrengenden Tag ging es irgendwann wieder ins Hostel, das von fleißigen Helfern geschmückt wurde. So hatten wir auch ein wenig Weihnachtsfeeling bei subtropischen Temperaturen 😀

Danach genossen wir unser Abendessen und starteten mit den ersten Trinkspielen …Was ist auf jeden Fall empfehlen kann ist die App „Picolo“…Teste es einfach selbst 🙂

Und nach ein paar Runden Picolo war die Stimmung auch entsprechend angeheizt und wir konnten weiter Richtung „Raggea Bar “ ziehen. Jeden FR. findet auf der Insel eine Raggea Party mit Live Band statt…und die Party war so gut, dass ich die nächsten beiden Freitage auch wieder am Start war 😀

Nach der Party wurde noch der Pool genutzt…aber das ist eine andere Geschichte 😀

 

Am nächsten Tag hat mich Steffi (Das Mädel von der Khao San Road) gebeten, ihr das Rollerfahren beizubringen und außerdem gefragt, ob ihr ihre Freundin bei mir hinten draufnehmen kann….mnjaa eigentlich wollte ich das nicht aber hab mich dann doch überreden lassen. Das Gute war, dass die Freundin die Insel gut kannte…zumindest auf der Karte. Wir mussten dann nur noch die ganzen Punkte anfahren und das Highlight für mich war die „Amsterdam Bar“, die an der Westküste liegt und von wo aus man den Sonnenuntergang gut beobachten kann. Leider passierte auf dem Weg zu Amsterdam Bar ein kleines Malör, denn da die Bar ziemlich hoch gelegen ist und man mit dem Roller nicht soo einfach hochcruisen kann, passierte das, was passieren musste…Steffi fiel mit ihrem Roller auf die Seite und schürfte sich das Bein auf. Gott sei Dank ist nicht noch mehr passiert aber die Stimmung war trotzdem getrübt und so blieben wir nicht mehr lange an der Bar….Trotz alledem war die Aussicht und die Location der Hammer…und insgesamt war ich ca. 10 mal mit allen möglichen Leuten hier.

Den nächsten Abend war ich mit Tina auf dem Nachtmarkt von Thong Sala auf dem man so gut wie alles bekommt. Von Schmuck über Lederwaren bis hin zu gegrillten Würstchen war hier für jeden etwas dabei. Der Hauptgrund für uns war allerdings das Essen und so bestellten Tina und ich uns bei einem der Straßenhändler, ein Pad Thai. Das nenn ich mal „Street Food“…gut und günstig!!! Auf dem Markt trafen wir auch Steffi und ihre Freundin und glücklicherweise ging es Steffi schon wieder besser. Etwas blöd war es, dass sie für den Schaden am Roller aufkommen musste.

Das war leider der letzte Abend mit Tina und so trennten sich am nächsten Tag unsere Wege. Sie fuhr weiter in den Norden Thailands nach Chang Mai und ich fuhr mit dem Taxi in den Süden der Insel nach Thong Sala.

Dort checke ich im Hostel „Phanganist“ ein und lernte auch schnell die eingeschworene Gruppe um Sasha (Russin), Margo (Amerikanerin), Ghee (Brasilianer), Achmet (Syrer), Dennis (Deutscher), Sarah (Spanierin) kennen. Ich wurde aber ziemlich schnell aufgenommen. Leider war mein erster Abend der letzte Abend für Margo aber dafür lernte ich wieder ein neues Spiel kennen, das man via App spielen konnte und zwar „Heads Up“. Ein Begriff steht auf dem Dispay und wird vor die Stirn gehalten und alle aus der Gruppe geben Tipps, bis derjenige den Begriff richtig erraten hat…Ich kanns nur empfehlen 🙂

Und schaut mal welchen deutschen Rapper ich getroffen habe 🙂

Nach dem Warm Up ging es noch zu einer „Beach Party“ und danach ins Bett.

Der nächste Tag stand im Zeichen des „Bottle Beaches“, den man nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichen konnte. Ich entschied mich für letzteres und stapfte 2 Stunden durch den schwülen Dschungel.

Dabei traf ich auf Funda, eine Türkin, die sich auch vorgenommen hatte den „Fußweg“ zu nutzen. Somit waren wir schon zwei, die fluchend über Stock und Stein wanderten, um endlich den Traumstrand zu erreichen…und wir wurden nicht enttäuscht! Der Strand war wirklich wunderschön und als Belohnung genehmigten wir uns jeder ein Curry und ein Bier 😀

Gerade als wir uns auf den Rückweg machen wollten, sah ich eine Gruppe von Menschen am Strand, die mir bekannt vorkamen….Die Leute aus dem Hostel!!!…na wunderbar!!! So konnten wir alle gemeinsam für ne schmale Mark mit dem Taxiboot zurückschippern. Als wir die Bucht erreichten, mussten wir nur noch zu Fuß zu unseren Rollern … da hatte sich allerdings eine Gruppe von Affen breit gemacht und als Funda auf die Idee kam, die Affen mit einer Banane zu füttern sprangen noch mehr aus dem Dschungel und die machten keinen allzu netten Eindruck..so schwangen wir uns schnell auf unsere Roller und düsten davon.

Als wir im Hostel ankamen, hörte ich aus den Boxen der Bar deutsche Musik. Wir hatten also neue Gäste aus Deutschland, die gleich das DJ Pult übernommen hatten. Rieke und Mona waren aus Lüneburg angereist und im Hostel zu arbeiten. Die beiden sind wie die meisten, die ich getroffen hatte für ein paar Wochen/Monate in Südostasien unterwegs. Zu Rieke und Mona gehörten noch drei Jungs aus deren alter Klasse, die zwar in einem anderem Hostel untergebracht waren aber jeden Abend bei uns verbrachten.

Und ich bin echt froh, dass ich diese junge Truppe kennenlernen durfte. Sie waren so erfrischend  und hatten noch keine Grenzen im Kopf. Ich lernte viele neue Wörter und Sprüche wie z.B. „Mach mal Auge“ oder „Chaya“ 😀
Danke an Mona, Rieke, Tom, Alex und Eric! Und auch der Satz „Kommt, wir spielen eine Runde „Beerpong“…ist des öfteren gefallen 😀

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der sogenannten „Full Moon Party“. Dazu hab ich das bei Wikipedia gefunden

Die Full Moon Party ist eine große Veranstaltung, die bei jeder Vollmondnacht am Strand von Haad Rin, am südlichen Ostende der Insel Ko Pha-ngan in Thailand, von den lokalen Diskotheken und Bars organisiert wird. Der gesamte Strand (und auch die anliegenden Lokale) ist dabei Tanzfläche für unzählige junge Menschen.

Was mir aufgefallen ist, dass in den letzten Tagen vor der Full Moon Party viele neue Leute im Hostel angereist sind. Manche kamen eine Nacht nur wegen dieser Party! Ich persönlich hatte keine hohen Erwartungen an diese Nacht und dachte eher an eine Partymeile ala Ballerman 6.

Aber wenn ich schon mal hier bin, will ich auch gucken, was da so los ist 🙂

Am Abend wurde sich im Hostel auf die Party vorbereitet. Es gab jemanden der Farbe dabei hatte mit denen sich die meisten Mädels anmalten. Ich konnte durch mein auffälliges Hemd auf die Farbe verzichten 😀

Nach dem Styling ging es mit dem Sammeltaxi zum Strand von Hat Rin, an dem ca. 15.000 feierwütige Menschen versammelt waren…Die meisten Bars spielten Electro, House und Techno. Kann man gern mal machen aber ich halte das meist nicht länger als eine Stunde aus und so ging ich mit den anderen an die Bar, die zu unserem Hostel gehört. Dort wurde nämlich auch Mainstream gespielt. Mich hatte außerdem der Hunger gepackt und so holte ich mir ein Baguette, Döner und Mango Sticky Rice 😀 Schöne Mischung, ich weiß 😀

Ich fand, dass die Party sehr friedlich verlief. Jeder war nett zu jedem und es war auch nicht zuuu voll am Strand. Ich würde auf jeden Fall wieder kommen 🙂

 

Ich war am nächsten Tag relativ fit, was die anderen nicht von sich behaupten konnten 😀 und so sattelte ich meinen Roller und fuhr in Richtung Strand. Weil ich einmal falsch abgebogen bin, fuhr ich jetzt allerdings in den Norden und nicht wie zuerst geplant in den Westen. Das war aber nicht schlimm, denn schöne Strände gab es auf jeder Seite 😀 Schlimmer war, dass ich in eine Polizeikontrolle kam und weil ich ja ohne Helm unterwegs war durfte ich auch gleich 500 Baht (ca. 13 €) zahlen….Und in der Polizeistation, in der ich die Rechnung zahlen sollte, ging es vielen vielen anderen Touristen auch so 😀

Nachdem die Rechnung bezahlt war ging es aber auch wieder weiter…bis zum nächsten mal, Jungs 😀

Weiter geht’s zum Strand und der war auch wieder wie aus einem Katalog. Palmen, weißer Sandstrand und kristallklares Wasser. So lässt es sich leben und in den Tag starten 🙂

Den Tag über verbrachte ich am Strand und am Abend hab ich mir noch mal schön „gegönnt“. Ich hatte nämlich einen ausgezeichneten Italiener gefunden und der hat mir das beste Thunfischsteak der Welt gebruzelt!

Nach so viel guten Speisen stand am nächsten Morgen das Gegenprogramm auf dem Plan. Sport! Bei 30°C….na Klasse. Ich hatte mich von Dennis überreden lassen, mit zum Kickboxen zu kommen und das morgens um 08:00 Uhr. Zuerst gabs ein 15 minütiges Warm-up und dann wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die Fortgeschrittenen und die Anfänger. Man kann sich ja denken, in welcher Gruppe ich war 😀 und so lernte ich erstmal die Basics und durfte am Ende sogar ein wenig kämpfen. Nach den zwei Stunden lief der Schweiß aber auch aus jeder Pore des Körpers und ich war bereit für das Frühstück 😀

Dabei schmiedeten wir Pläne für den Tag und als ich Sasha von einem „Secret Beach“ erzählte, wollte sie diesen Strand UNBEDINGT finden. Ich wusste nur das man vom Strand aus zu einer Holzbrücke schwimmen musste und von dort aus in den Dschungel kommt. So war es auch, und dann standen wir in einer verlassenen Bungalowanlage und wunderten uns über das frische Klopapier in den Räumlichkeiten…Wir gingen weiter, bis wir einen Stacheldrahtzaun erreichten, der allerdings ziemlich „löchrig“ war Jund so war es ein leichtes den Zaun zu überwinden und den „Secret Beach“ zu erreichen. Der Strand war bestimmt mal wunderschön, allerdings hat das Meer ziemlich viel Müll an Land geschwemmt und somit das Bild eines perfekten Strands zerstört. So sieht es also aus, wenn man den Strand nicht aufräumt. Leider hab ich davon kein Foto, weil ich nicht mit meinem Handy schwimmen wollte 😉

Sasha hatte danach über die Bungalowanlage gelesen, dass dort ein Kerl war, der die Gäste regelmäßig angeschrien und beleidigt haben soll. Außerdem ist er wohl mit einem Gewehr rumgelaufen und hat durch die Gegend geschossen…..Keine Ahnung, ob an der Geschichte etwas dran ist…klingt aber strange.

Die weiteren Tage sahen ähnlich aus 🙂 Frühstücken, den Roller satteln und die Insel erkunden. Und so war ich so gut wie jeden Tag an einem anderen Strand und genoss die Zeit auf Koh Phangan. Da Gefühl war ein wenig komisch, weil ich nicht so richtig glauben konnte, dass das die Realität ist 😀 Das Wetter und das Essen waren perfekt die Leute, die ich kennengelernt hatte, waren alle total offen und nett und die Insel ist einfach ein Paradies. Ich komme definitiv wieder!

PS: Am ehesten würde ich Koh Phangan mit Koh Lanta vergleichen…aber etwas hügeliger und wilder 🙂

Und jetzt spulen wir an dem letzten Abend auf Koh Phangan. Denn den verbrachten wir am Zen Beach, einem Strand an der Westküste Phangans. Und was macht man dort am Abend? Richtig! Den Sonnenuntergang huldigen! Und das bei improvisierter Musik und einem Mango Sticky Rice. 🙂

แล้วเจอกันใหม่, Ciao, Adios, Bye bye, Au Revoir, Auf wiedersehen

 

Und nochmal eine kleine Zusammenfassung 🙂

 

 

 

 

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