Rom – Zu Besuch in der ewigen Stadt

Es ist so weit. Es geht in die „ewige Stadt“ und ich bin voller Vorfreude auf Pizza, Pasta, Eis und geschichtsträchtigen steinernen Bauwerken. Lest selbst, ob ich das alles in Rom gefunden habe 😊

Angekommen am Flughafen ging es easy mit dem Schnellzug zum römischen Hauptbahnhof und von dort per pedes zu meinem AirBnb. Die größte Herausforderung hatte ich bei der Suche nach der Haustür, ich drehte mich und mein Smarthone, aber die Kompassnadel von Google Maps wollte nicht so wie ich. Nach einem kurzen Telefonat mit meinem Vermieter konnte alles geklärt werden und innerhalb von fünf Minuten stand er vor mir, mit den Worten „You will stay seven nights? This is to long“. Ok, danke für die nette Begrüßung, ich freue mich auch dich zu sehen, dachte ich mir nur. 😀

Es stellte sich aber heraus, dass er super nett und entspannt ist. Nachdem ich mit einem Mini Mini Fahrstuhl in das fünfte Geschoss fuhr und mein Zimmer bezogen hatte, brauchte ich noch einen kleinen Snack. Zwei Straßen weiter lockte mich ein Bistro mit dem Bild eines Paninis, das in der Realität allerdings nichts mit dem Foto zu tun hatte, sondern aus zwei weißen Toastbroten mit Formfleisch und Analogkäse bestand. Es war aber schon zu spät und die 5 € waren Lehrgeld, das ich hier nicht nochmal lassen wollte…Aber dazu später mehr. 😀

Die erste Nacht in meinem neuen Bett lief ohne größere Zwischenfälle und nach dem Aufwachen war ich bereit, Rom zu erkunden!

Dafür checkte ich erstmal die nähere Umgebung ab. Neben dem Haus, in dem ich wohnte, gab es einen schönen Park, in dem eine Gruppe Asiatinnen morgendliche Gymnastik machten.

Ich ließ das Yoga heute mal ausfallen und ging zu einer neuen Markthalle, die in das Bahnhofsgebäude gebaut wurde und sehr gute Rezensionen bei Google kassierte. Was soll ich sagen, das Internet hatte recht und meine Frühstückspizza schmeckte hervorragend.

Auch die anderen Naschereien sahen zum Anbeißen aus, aber ich wollte nicht gleich am ersten Tag übertreiben!


So gestärkt ging es in das nahe gelegene Studentenviertel San Lorenzo. Auf dem Weg dorthin fiel mir schon der viele Müll in den Straßen auf. Jeder Müllcontainer war randvoll und das sollte die Woche über auch so bleiben. Rom hat ein großes Müllproblem, das die Qualität der Stadt leider extrem leiden lässt. Jetzt aber genug von dem Müll und San Lorenzo erkunden. Ich fand das Stadtviertel erfrischend, jung und angenehm. Es gibt keine historischen Gebäude oder Denkmäler und ist somit für viele Touristen uninteressant. Dafür gibt es aber coole Bars, Restaurants und leckeres Eis. 😊

Das Thema Eis ist bei dieser Reise essenziell, denn ich hab eine Karte mit den besten Eisdielen Roms gefunden und was soll ich sagen….ich war in einigen. 😊

PS: Ich weiß, das letzte Bild ist kein klassisches Eis, sondern drei köstliche Cannolo 🙂

Eis können die Römer schon mal, und was sie noch können ist „öffentliche Trinkwasserversorgung“. Den ersten Trinkwasserbrunnen habe ich in San Lorenzo gesehen und mich informiert.

Das Wasser ist trinkbar und in der gesamten Stadt stehen 2.500 dieser Brunnen. Nachdem ich meine Wasserflasche aufgefüllt hatte, ging es vorbei am Kolosseum, durch das jüdische Viertel bis ins Zentrum der Stadt. Hier warteten an jeder Ecke historische Bauwerke, von dem eins imposanter als das nächste war. Highlights hierbei waren aber die Klassiker: Das Pantheon, die Spanische Treppe (ohne Foto) und der Trevi-Brunnen

Nach so viel Geschichte brauchte ich erstmal etwas zu Essen und das fand ich in einem Restaurant auf der Tiberinsel. Eigentlich wollte ich nur die hochgelobten Spaghetti Carbonara essen, aber nach langer Diskussion mit dem Koch ließ ich mich breitschlagen seine selbstgemachten Fleischbällchen als Vorspeise zu probieren und es stellte sich als eine gute Entscheidung heraus. 😊

PS: Die Spaghetti gabs natürlich auch noch und sie schmeckten „delizioso“!

Danach ging es weiter zu einem Bauwerk, das ich in Rom so nicht erwartet hatte. Neben einer viel befahrenen Straße stand eine Pyramide, die zwar nicht so groß ist wie die in Kairo, aber mit 36,5 m höher ist als man zuerst meinen mag.

Genauer gesagt handelt es sich um die Cestius-Pyramide, die gebaut wurde, nachdem die Römer Ägypten erobert hatten und Gefallen an ägyptischen Bauwerken gefunden hatten, denn neben der Pyramide wurden auch mehrere Obelisken in Rom aufgestellt. Mehr darüber findet ihr hier. 🙂

Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Geschichtsunterricht, und zwar stand mir ein Highlight bevor, auf das ich mich schon sehr freute: Der Besuch des Kolosseums!

Die Karten dazu hatte ich glücklicherweise schon im Vorfeld gebucht und konnte somit den langen wartenden Schlangen ausweichen. Trotzdem waren schon viele Menschen im inneren des Kolosseums unterwegs und machten es mir schwer den vielen ausgestellten Exponaten, die entsprechende Zeit zu widmen.

Einen Besuch ist es aber alle Male Wert, um die Dimensionen zu erleben, die die Menschen vor Jahrhunderten mit einfachsten Hilfsmitteln geschaffen haben.

Nach meinem Rundgang durch das Gebäude ging es über einen Platz vor dem Kolosseum zum Forum Romanum, zu dem ich anfangs wenig zuordnen konnte.

Aber das Forum Romanum war der Marktplatz, der ringsherum gesäumt wurde von öffentlichen Gebäuden wie Tempeln, Basiliken und politisch genutzten Gebäuden.

Nach ein paar Stunden in dieser Umgebung mit steinernen Säulen, riesigen Gärten und verzierten Gemäuern kam ich mir schon fast selbst wie ein Römer vor. 😀
Der Besuch ist sehr zu empfehlen. 🙂

Nach diesem geschichtlich aktiven Vormittag widmete ich mich dem Nachmittag dem Thema Religion zu. Zwar etwas ungewollt, weil meine Idee eigentlich darin bestand mir das innere einer Kirche anzuschauen, ich aber nicht mehr wirklich gehen konnte, nachdem die Türen geschlossen wurden und der Gottesdienst gestartet war. Für mich war es der erste katholische Gottesdienst und dazu noch auf Italienisch 😊 Die Erfahrung war in jedem Fall eine besondere, die ich so nicht jeden Tag habe. 😊

Als der Gottesdienst zu Ende war, machte ich noch einen kleinen Spaziergang bis ich nach einiger Zeit merkte, dass es jetzt Zeit ist meinen Magen zu füllen und irgendwie hatte ich richtig Lust auf eine gute italienische Pizza. Ich zückte mein Handy und sah das gleich gegenüber eine Pizzeria war, die von zahlreichen Google Maps Usern gelobt wurde und ich machte mir auch keine Gedanken, das nur wenige Leute in dem Lokal saßen. Lange Rede, kurzer Sinn. Das war die schlechteste Pizza, die ich jemals gegessen hatte. Das war das gleiche Bistro in dem bei Ankunft dieses schlechte Sandwich gegessen hatte und die Krönung war, dass die gute Pizzeria nur 10 Meter weiter war. AHHHHHR!!! Aber nun gut. Nie wieder in diesen Laden!

GUTE NACHT!

Für den nächsten Tag hatte ich die weitere Erkundung Roms geplant. 🙂
Am Morgen ging es dazu zum „Quartiere Coppedè“ über das folgendes geschrieben wird:

„Das Quartiere Coppedè ist eigentlich kein eigener römischer Stadtteil, sondern ein Viertel, in dem Plätze, Wohnhäuser und Villen im Jugendstil errichtet wurden. Es gibt hier nichts, das an die typischen römischen Straßen erinnert.“

https://www.museos.com/de/rom/quartiere-coppede/

Und so sieht es dort aus:

Was mir neben der besonderen Architektur aufgefallen ist waren die vielen grünen Hecken, die einen ganz speziellen Duft versprühten. Nach einer kurzen Google Recherche bin ich auf die Pflanze gestoßen, die dafür verantwortlich ist:

Philadelphus virginal oder auch Gefüllter Gartenjasmin 🙂

Anschließend wollte ich mir die Villa Borghese, die im gleichnamigen Park steht, anschauen. Allerdings war der Zugang aufgrund eines Events gesperrt und so bin ich durch den Park geschlendert und hab einfach mal den Moment genossen. 🙂

Als ich danach die nächste Eisdiele angesteuert habe (es war mal wieder Zeit), bin ich an diesem Gebäude vorbeigekommen.

Ich hatte irgendwo gelesen, dass man dort einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben kann, den ich allerdings „Spoileralarm“ nicht hatte, weil mir schlichtweg die Zeit fehlte. 🙂

Und um das Rätsel aufzulösen, es handelt sich um die Engelsburg, ein ehemaliges Mausoleum, das später zur Kastellburgumgebaut wurde und seit 1906 ein Museum ist.

Nach so viel Prunk und Glamour wird es mal wieder Zeit für die einfachen Themen und da habe ich eins mitgebracht, und zwar „Gullydeckel“. Auf jedem Gullydeckel in Rom stehen die Buchstaben SPQR und ich wusste, dass das irgendwas mit Rom zu tun hatte, aber das war es dann auch.

„S.P.Q.R. ist die Abkürzung für die lateinische Redewendung Senatus Populusque Romanus und heißt wörtlich übersetzt Senat und römisches Volk, geläufiger ist Senat und Volk von Rom. Sie stammt aus der Zeit der späten Republik, so etwa um 80 v. Chr., und kennzeichnete die Verteilung der Macht zwischen dem Souverän Senat als höchster Regierungsbehörde und dem eher schwachen Souverän Volksversammlung. Kurz gefasst stand der Begriff für Staat oder Republik. So schmückte das Kürzel S.P.Q.R. die römischen Münzen, Weihinschriften, Dokumente, die niedergeschriebenen Texte berühmter Redner wie Cicero oder Titus Livius und die Standarten der römischen Legionen.“

https://www.schwarzaufweiss.de/rom-reisefuehrer/s_p_q_r.htm

Und mit der Erkenntnis zu wissen, was auf den römischen Gullydeckeln steht, wollte ich zur Belohnung am Abend den Sonnenuntergang auf dem Aventin, der südlichste der sieben Hügel Roms, anschauen.

Auf dem Weg dorthin kam ich an einer großen Fläche vorbei, die brachzuliegen schien. Nur ein paar steinerne Ruinen und nachgezeichnete Skizzen zeigten, was hier in der Vergangenheit stattgefunden hat, und zwar der größte Zirkus Roms mit dem Namen „Circus Maximus“.

Spannend finde ich dabei, dass Gaius Iulius Caesar die Holztribünen 46v. Chr. aufgrund von herabstürzenden Menschen mit Todesfolge durch Marmortribünen ersetzen ließ. Weiter Details sind dem Wikipediaartikel zu entnehmen. 😊

https://rollingrome.com/wp-content/uploads/2016/08/hAJxiuwT6n5BsjmGQT2tCL5q.jpeg

Nachdem ich also den ehemaligen Circus Maximus passiert hatte, kam ich am Rosengarten vorbei, um meinem Ziel näherzukommen.

Vorher musste ich allerdings noch einen Blick durch einen Geheimtipp werfen. 🙂 Dem Schlüsselloch von Rom. Und wer hindurchschaut, wird mit einem der schönsten Ausblicke über Rom belohnt!

„Der Ausblick erlaubt es, gleich drei Länder mitten in Rom zu sehen. Die autonomen Gebiete der Malters, den Vatikanstaat mit der Kuppel des Petersdoms und Rom selbst. Der Blick gilt als eine der schönsten Besonderheiten, die man so ganz nebenbei entdecken kann. Durch den besonderen Blickwinkel wirkt es so, als könnte man den Petersdom beinahe anfassen. Ob das vom Bauherren so gewollt war oder nicht, ist bis heute ein gut gehütetes Geheimnis der Malters, die die Besucher an ihrer Botschaft einfach dulden.“

https://www.rommalanders.com/schluesselloch-rom/

Ist auf jeden Fall ein kleines Highlight, das ich empfehle. 😊

Und weiter geht’s um in den Orangengärten auf dem Aventin Hügel, dem römischen Sonnenuntergang zu huldigen. Dass ich hier nicht allein sein werde war, mir fast klar, aber ich bin dann doch immer wieder überrascht wie viele Leute von solchen Spots angezogen werden.😊

Ein paar schöne Fotos später machte ich es mir in der zweiten Reihe bequem und bekam von dort aus noch eine romantische Performance eines zukünftigen Ehemanns zu sehen. Kamera an, um ihre Hand angehalten und der komplette Orangengarten im Licht der untergehenden Sonne applaudierte. SO kann ein Tag doch zu Ende gehen. 😊

Und von großen Gefühlen am Vorabend ging es am nächsten Tag um etwas Kleines, genauer gesagt dem kleinsten Land der Welt, dem Vatikan.

44 Hektar oder um die berühmten Fußballfelder heranzuziehen, 62 davon. 🙂

Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich wusste, was mich erwartet, ich aber im Vorfeld schon ein Ticket für das Vatikanmuseum inklusive sixtinischer Kapelle gekauft hatte. Auch hier warteten wieder Menschenmassen aus aller Welt, aber diesmal in einer noch konzentrierten Ausprägung, das sich in dichten Gedränge bemerkbar machte.

Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt, denn die Flure und Räume sind voll von Kunst. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. Vom ägyptischen Sarkophag über steinerne Büsten bis hin zu historischen Papamobil.


Das Highlight an diesem Tag war aber die sixtinische Kapelle, deren inneres Aussieht wie ein großes Kunstwerk. (Fotos knipsen leider verboten), (aber das Internet hilft weiter) 🙂

Da Kunst und Kultur bekanntlich hungrig machen, wird es Zeit für einen kulinarischen Leckerbissen, und zwar in Form eines frittierten Reisballs oder in Italienisch: Supplì alla romana

Sehr lecker! Sehr zu empfehlen! Einer reicht pro Person 😀


Das war ein anstrengender Tag und um meine glühenden Füße zu entspannen, ging es pünktlich ins Bett. 🙂

Der nächste Tag stand im Zeichen des Strandes. 😊 Ich brauchte einfach mal etwas Sand an meinen Füßen nach so viel Zeit in der Stadt und die bekam ich am Strand von Santa Marinella.

Aufmerksam geworden bin ich durch eine Werbung der italienischen Bahn und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Erstmal muss ich die Bahnfahrt und die sauberen, klimatisierten Züge loben, denn es klappte alles reibungslos, günstig und ohne Verspätung. Nach diesem Lob gibt’s aber leider auch Kritik, und zwar an der Privatisierung der italienischen Strände und der frechen Preise für Sonnenschirm und Stuhl.


Um mir die 30 € und die unfreundliche Art der Sonnenschirmdame zu sparen nutzte ich den gefühlt Briefmarkengroßen öffentlichen Strand am Ende der Bucht, auf dem es sich schon viel Einheimische gemütlich gemacht hatten. Es war aber völlig ausreichend und ich habe es einfach genossen am Strand zu liegen und ein paar Runden zu schwimmen.


Für den Abend hatte ich mir einen Park herausgesucht, der etwas außerhalb liegt, aber immer noch gut mit der Metro zu erreichen ist. Der Park der sieben Aquädukte oder auch Parco degli Acquedotti dessen Namen sich von den Überresten sieben römischer Aquädukte, die sich auf dem Gelände befinden, ableitet.

Und wieder gibt es ein paar wunderschöne Sonnenuntergangbilder 🙂 Hier siehts aber nochmal besonders gut aus! Perfekter Spot und mein Lieblingsplatz in Rom.

Für mich war der Park ein ganz klares Highlight und ich würde jederzeit wieder vorbeikommen!

Nachdem die Sonne untergegangen war, nutze ich einen anderen Rück- als Hinweg und kam so an den römischen Filmstudios, den sogenannten „Cinecietta-Studios“ vorbei und weil ich es mich interessiert hat, was hier so los ist bin ich auf folgenden Artikel gestoßen.

Danke für die Recherche, jetzt bin ich neugierig auf die Serie „Rom“, die hier scheinbar produziert wurde. 😊 Werde ich mir auf jeden Fall im Laufe des Jahres mal anschauen.

und schon wieder geht ein Tag zu Ende! Buona Notte!

Am nächsten Morgen ließen die Sonnenstrahlen das Thermometer schon wieder in die Höhe schnellen und um das auszuhalten, suchte ich mir ein Freibad in Rom. Dabei bin ich auf folgenden Artikel gestoßen.

Und er hat mich gepackt! Da muss ich hin. Leider ist mir erst später aufgefallen, dass ganz Italien freihatte, denn es war Nationalfeiertag und dementsprechend voll war die Stadt und auch die Metro. Ich bin auf die letzte Sekunde reingesprungen und die Tür hat mir fast meine Hand zerdrückt, aber irgendwie hab ich es heile überstanden und die letzten 10 min zum Freibad/Tennisclub gegangen. Komplett durchgeschwitzt stand ich an der Rezeption und fragte, ob ich hier ein paar Bahnen schwimmen könne. Die Antwort fand ich etwas schwammig, denn zum Schwimmen ist es eher nicht geeignet, ich könne aber vorher einen Blick draufwerfen. Ich war mir aber sicher, dass man hier schwimmen kann, bezahlte die günstigen 15 € und ging zum Pool. Dort schnappte ich mir eine Liege und analysierte erstmal die Lage. Zwei ältere Herren waren im Pool und eine Dame las eine Zeitung auf ihrer Sonnenliege. Der einzige Unterschied zu deutschen Schwimmbädern war, dass die Herren im Wasser eine Badekappe trugen. Nach kurzer Info vom Bademeister musste ich mir auch eine Schwimmkappe kaufen und war meine nächsten 5 € los. Teures Freibad, aber was solls, endlich konnte ich ein paar Bahnen ziehen und mich danach entspannt sonnen.

Das ging auch einige Zeit bis der Pool voll mit Familien waren, die wohl alle die gleiche Idee an diesem heißen Tag hatten. Als ich dann etwas weggenickt war, rissen mich die rotierenden Propeller von ca. 30 heranfliegenden Kampfhubschraubern aus meinem Dämmerschlaf. Danach zischte noch eine Kampfjetstaffel über Rom und versprühte die Farben der italienischen Nationalflagge. Jawoll 😀

Nach so viel Trubel brauchte ich erstmal handfeste italienische Pizza und diesmal bitte eine leckere.

Am Abend passierte auch nicht mehr wirklich viel und so schlief ich friedlich ein und träumte von rot-weiß-grüner Pizza 🙂

Guten Morgen oder Buon giornoooooo! Heute starte ich mit einem typisch italienischen Frühstück, bestehend aus:

  • Einem Cornetto-Pistazie (Süßes Hörnchen)
  • Espresso
  • Glas Wasser

PS: Die Zeitung lag da schon 😀

Da ich nicht der größte Fan von Kaffeespezialitäten bin oder anders gesagt, ich Kaffee nicht trinke, fiel mir das Schlürfen des Espressos am schwierigsten 😀 Ist wahrscheinlich nur Gewohnheit und wenn ich ein halbes Jahr in Italien leben würde, wäre wahrscheinlich sogar ich ein Barista, mit der eine leidenschaftliche Lobeshymne auf verschiedenste Kaffeekreationen hält. 😊

Weiter geht’s in die Innenstadt zu einem Secondhand-Laden, von dem ich gelesen hatte und dessen Inhaberin aus gebrauchten Designerstücken etwas Neues zaubert bzw. näht.

Günstige Designermode gibt es im Vestiti Usati Cinzia in Rom, einem Outlet für gebrauchte, aber sehr hochwertige Artikel. Das Geschäft befindet sich in der Via del Governo Vecchio in Gehweite des Piazza Novana. Hier findet ihr die schicksten Vintage-Klamotten in ganz Rom. Die Besitzerin Cinzia, Kostümdesignerin und Trendsetterin, kombiniert Originalstücke aus alten Kollektionen verschiedener Modemarken und präsentiert sie neben aktuelleren Designs.

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Am liebsten hätte ich den kompletten Laden leer gekauft!! Sehr schöne Einzelstücke, die man sonst nirgends findet. Um meinen Koffer bei der Rückreise nicht zu überstrapazieren, habe ich mich für ein Hemd entschieden, in das ich mich bei Betreten des Ladens schon verliebt hatte. 😊

Mit der Ausbeute gings weiter durch die Gassen Roms und nach ein paar Stunden war es schon wieder Zeit ein geeignetes Plätzchen zu suchen, denn heute war der letzte Abend und der letzte Sonnenuntergang für mich in Rom und da musste nochmal ein Highlight her.

Ich hab viel über unterschiedliche Spots gelesen und mich am Ende für das Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II oder „die Schreibmaschine“ wie die Römer das Gebäude nennen. Der Grund ist auf dem Foto zu erkennen. 🙂

Ich musste ein wenig suchen, um zur Aussichtsplattform zu gelangen, aber es ist ganz einfach…Treppe rauf, dann links über den Vorplatz, durch das Gebäude bis zu einem Kartenhäuschen und dann mit dem Fahrstuhl nach ganz oben. Danach durfte ich diesen schönen Blick genießen.

Und mit diesem Ausblick ging es dann ins Bett, um am nächsten Tag fit für die Weiterreise zu sein. 🙂

Nach dem Auschecken am Morgen gabs es am Bahnhof noch ein letztes Mal die leckerste Pizza Roms und Maritozzi, ein mit Sahne gefülltes Milchbrötchen und bei den Römern eine Spezialität.

Ich konnte dem nicht so viel abgewinnen, liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich kein großer Fan von Schlagsahne bin. 😀

Ansonsten bin ich kulinarisch absolut auf meine Kosten gekommen! Danke an die italienische Küche 🙂

Fazit: Rom ist geschichtlich ein absolutes Schwergewicht und hat mich in diesem Punkt absolut in seinen Bann gezogen. Auch modisch und kulinarisch erste Sahne. Geschockt war ich aber von der Armut, dem Müll in den Straßen und der häufigen Unfreundlichkeit der Römer. Das könnt ihr besser.

Interessant war es aber alle Mal und jetzt geht mit dem Zug weiter in die Toskana, aber das ist eine andere Geschichte… 🙂

Arrivederci!

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