Shanghai – Magic Meat und Transrapid

Der Flug nach Thailand und zurück ging über Shanghai mit einem Aufenthalt von insgesamt 28 Stunden. Was mir und meinem Bruder dabei alles passiert ist, könnt ihr hier nachlesen 🙂

Hinflug

Nach dem 12 stündigen Flug von Frankfurt nach Shanghai war ich froh meine Beine noch zu spüren und das Flugzeug endlich verlassen zu dürfen. Das temporäre Visum zu bekommen war kein Problem und somit durften wir die nächsten Stunden in Shanghai verbringen.

Kaum hatten wir die Passkontrolle durchschritten standen wir vor zwei organisatorische Aufgaben.

  1. Geld besorgen
  2. Koffer einschließen

Was wirklich einfach klingt, entpuppte sich als einstündiges Spektakel mit halbillegalen Umtauschaktionen aber am Ende hatten wir Yuan in den Taschen und die Koffer verstaut.

Die nächste Aufgabe bestand darin, die Innenstadt zu erreichen. Dazu gibt es die klassischen Möglichkeiten wie Taxi, U-Bahn, Mietwagen aber auch die einzig kommerziell betriebene Magnetschwebebahn. 30km in 7min. VMax.: 430km/h

Das sind doch mal Zahlen, mit denen ich arbeiten kann 😀
Wir haben uns natürlich selbst ein Bild der Geschwindigkeit gemacht und waren in 7 Minuten in der Innenstadt 🙂

Als wir das Bahnhofsgebäude verließen, blickten wir auf die sonnige Skyline Shanghais…und wo man hinsieht sind Menschen oder Roller…oder Menschen auf Rollern 😀

Was dabei auffällt, sind die fast geräuschlosen Motoren der Roller…anscheinend muss es ein Gesetz geben, das Verbrennungsmotoren bei Zweirädern verbietet… Außerdem ist es erstaunlich, wie viele Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns sich auf den Straßen dieser riesigen Metropole befinden.

Nachdem wir die Stadt zu Fuß erkunden hatten, meldeten sich unsere Mägen, um endlich mit einheimischen Essen gefüllt zu werden und das fanden wir auch in einem kleinen Restaurant, ein paar Meter vom Touristiktrubel entfernt. Bis auf zwei Plätze waren alle anderen von Einheimischen besetzt. Die Bestellung lief über das Zeigen auf Bilder ab 😀 Was genau ich da gegessen hab kann ich gar nicht sagen, aber es war sehr sehr lecker und nach Rücksprache mit einer China Expertin war es wohl „magic meat“ 🙂

Die restlichen Stunden bis zum Flug nach Phuket verbrachten wir mit „Window Shopping“….Es ist schon erstaunlich, was man für Geld alles kaufen kann 😀

Das war der erste Besuch in Shanghai und das es nicht immer so glatt laufen muss, zeigte der Besuch auf unserer Rückreise….

Rückflug

Denn die Einreise beim Rückflug von Phuket nach Shanghai gestaltete sich milde gesagt „schwierig“.

Die chinesische Zollbeamtin wurde unruhig, als Sie meinen Pass durchblätterte und die Stempel meine letzten Auslandsaufenthalte studierte. Nach Rückfragen, warum ich denn so viel reise, holte sie auch schon einen Herrn mit Mütze, der sofort meinen Reisepass einsackte. Einige Minuten später kam der Herr mit Mütze und ein jüngerer Herr ohne Mütze auf mich zu und brachten mich in einen separaten Raum, in dem zwei schwarze Ledersofas standen und tasteten mich auf alles Mögliche ab. Als dann noch meine Tasche inkl. Inhalt und die Fotogallerie meines Handys überprüft wurde, stellte sich in meiner Magengegend ein mulmiges Gefühl ein. Mein Bruder musste die gleiche Prozedur über sich ergehen lassen, und als nichts Auffälliges gefunden wurde, durften wir endlich von dannen ziehen und chinesischen Boden betreten.

Das geht ja gut los….und so sollte es auch weitergehen…

Denn unsere Idee, die Zeit im Wellnessbereich des Flughafen Hotels zu genießen, ließ sich nicht wie geplant umsetzen. Wir suchten und suchten nach Schildern um das Hotel zu Fuß zu erreichen, bis uns ein netter Herr sagte, dass alle 10min ein kostenloses Hotel Shuttle fuhr. Dieser Herr blieb auch schön in unserer Nähe und sagte immer wieder, dass das Taxi gleich kommt….Als es dann wirklich vor uns hielt und wir einstiegen, wollte der nette Herr für seinen Vermittlerjob ein Honorar sehen….Wir gaben ihm ein paar Yuan und fuhren los…und fuhren….und fuhren…vorbei an vielen Hotels, bis wir in den Slums von Shanghai angekommen waren…das wir hier nicht richtig sind ist uns jetzt auch aufgefallen. Als der Fahrer endlich ausstieg und sich Richtung „Hoteltür“ aufmachte, suchten Philipp und ich das Weite. Wir durften uns noch chinesische Beschimpfungen vom Fahrer und der Rezeptionisten anhören, bis wir endlich ein paar Blocks entfernt ein KFC gefunden haben, in dem wir Asyl bekamen, bis wir wieder mit einem Taxi zurück zum Flughafen fuhren.

Was haben wir gelernt? Immer von sich aus, auf Taxifahrer zugehen und nicht umgekehrt 🙂

Das Abendessen haben wir uns jetzt aber auch echt verdient…und das nahmen wir im Flughafenhotel (das wir doch noch gefunden hatten) ein. Buffet für 7,20€…das ist ja wie in Deutschland 😀

Es hat sich wirklich gelohnt. Kulinarisch top, nur die Hühnerfüße waren etwas verstörend 😉

Mit vollem Magen warteten wir dann noch die restlichen Stunden am Flughafen und setzen zum Rückflug nach Deutschland an.

Das waren zwei intensive Tage in Shanghai aber auf jeden Fall eine Reise wert. 🙂

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