Weihnachten unter Palmen

Endlich wieder Segeln (über Join the Crew)! Endlich wieder Thailand! Klingt nach einer guten Kombination! Lest weiter wenn ihr wissen wollt was alles passiert ist 🙂

Nach dem fünfstündigen Flug der China Eastern Airline von Shanghai nach Phuket, auf dem es ein spezielles Frühstück (mit Fleisch gefüllte Croissants) gab, stiegen wir morgens um 01:00 Uhr in Phuket aus und atmeten die thailändische, von der Dunkelheit gekühlte Luft ein. Endlich angekommen!!!! Naja nicht ganz…wir mussten noch ca. 40 min mit dem Taxi vom Flughafen zu unserem Hostel fahren. ABER JETZT! Endlich angekommen! 🙂

Philipp und ich betraten durchgeschwitzt aber freudestrahlend das weihnachtlich geschmückte LUB D Hostel und trafen auf die freundlichen Mitarbeiter, bei denen wir eincheckten und alles erklärt bekamen.

Nachdem wir unsere Schränke eingeräumt hatten, konnten wir aber noch nicht schlafen und gingen noch einmal raus um die Gegend zu erkunden. Nach einem Rundgang am nächtlichen Strand und der lokalen Partymeile fielen wir aber auch kaputt in unsere Betten.

Nach diesem erholsamen Schlaf checkten wir den Strand noch einmal bei Tageslicht ab…und nicht nur wir kamen auf diese Idee 🙂 Der Strand war, wie für einen Touristenort üblich, sehr dicht besiedelt. Sehr selten und rar waren die natürlichen Schattenplätze, wir schafften es aber trotzdem unsere Handtücher unter einer Palme aufzuschlagen. Was wir nicht bedacht hatten, war das Strandrestaurant in unserem Nacken und die damit verbundenen Versuche der Mitarbeiter uns beide in ihr Lokal zu locken. Irgendwann schafften sie es tatsächlich und das Restaurant wurde für die nächsten zwei Tage unsere Anlaufstelle für Essen und Trinken am Strand 🙂

Nach einigen Mango- und Kokoshakes später begaben wir uns in den Poolbereich unseres Hostels um ein wenig zu planschen und zu entspannen 🙂 (Mal wieder). Mit der Ruhe war es vorbei als wir endlich freudestrahlend auf den Rest der Segelcrew traffen!!! YEAHH!!! HALLO HELEN, SANDRA, JANNIS, TOBY, ROMAN und HANNES!!!! Die meisten kannte ich schon von meinem letzten Segeltrip in Griechenland aber Roman und Hannes waren auch für mich neu 🙂

Natürlich wurde diese Zusammenkunft bei einem thailändischen Bier genossen…(oder auch zwei). ES WAR SCHLIESSLICH HEILIGABEND!!! Und diesen 24.12 feierten wir auch ausgiebig. In unserem Hostel wurde nämlich eine Weihnachtsparty veranstaltet, die wir erst so richtig in Schwung brachten.

Unsere Crew gewann die ersten Preise für „Reise nach Jerusalem“ und „Limbo“, übernahm irgendwann die Musikauswahl und sorgte mit diversen Tanzeinlagen für eine ausgelassene Stimmung. 🙂 Dabei viel folgender Satz, der es auf den Punkt trifft.

Das ist das schönste Weihnachten, das ich bisher erleben durfte

Es war ein super schöner Abend mit einer bombastischen Crew und ich bin sehr froh, das ich dabei sein durfte. 🙂 DANKE IHR VERRÜCKTEN 😀

Das war also Heiligabend 2017 🙂 Gute Nacht!
Der erste Weihnachtstag verlief insgesamt ziemlich ruhig. Das Highlight an diesem Tag war die Surfeinheit von Philipp auf einer künstlichen Welle…. Es sah nach einer Menge Spaß aber auch nach schmerzenden Stürzen aus…ich kann euch beruhigen…es tat wohl nicht sooooo doll weh 😀

Der nächste Tag war der Tag, an dem wir endlich im Hafen von Phuket unseren Katamaran in Empfang nehmen durften!!!!!

Davor stand aber erst einmal der Großeinkauf an, der für die nächsten 10 Tage halten sollte. Die Einkaufscrew hat sich schnell gebildet und so ging es mit dem Taxi zum nächst größeren Supermarkt….Einkaufen klingt ja erst einmal nicht so schwierigig…wurde aber aufgrund von nicht entzifferbaren Schriftzeichen zu einer Herausforderung. Selbst diese Hürde meisterten wir aber erfolgreich und waren froh als die Einkäufe im Großraumtaxi verstaut wurden.

Die Crewmitglieder, die nicht einkaufen waren, blieben am Pool und lernten sich gegenseitig kennen. Unserem Katamaran schlossen sich noch Anja, Francesca und Steffen an.

Kommen wir jetzt aber mal zu dem Katamaran, der über Dream Yacht Charter bezogen auf den Namen “Vancouvert” getauft wurde. MEGA MEGA MEGA!!! Es gab so viel Platz, die Küche war ebenerdig und Badezimmer waren mehr als genug vorhanden 🙂 Die nächsten 10 Tage sind also save 😀


Quelle:Lagoon Katamaran Deutschland


Quelle:Lagoon Katamaran Deutschland


Quelle:Lagoon Katamaran Deutschland

Die zweite Frage tat sich auf!…die Route! Wo soll es langgehen?! Die Route war nicht festgeschrieben und war damit sehr flexibel. Ich fand wir hatten im Nachhinein eine gute Mischung, aus Festland, Strände, Landgängen und Inselshopping. Insgesamt legten wir 247 Seemeilen (457 km) zurück und schipperten wie folgt: Phuket, Ko Yao Yai, Koh Jum, Maya Bay, Koh Lanta, Ko Muk, Ko Rok, Ko Racha, Ko Yao Yai, Phuket.

Und das allerwichtigste war natürlich die Crew der Vancouvert!
An Board waren:

Jannis – Skipper und Rucksackträger

Sandra – Organisationstalent und Yoga Lehrerin

Toby – Hobbyangler und Tetris Junkie

Helen – Spitzenköchin und Sneakerin

Steffen – Professioneller Fotograf und “Armer Ritter” Experte

Francesca – Urlaubsmodel und Pizzabäckerin

Anja – Erfahrene Jollenseglerin und Knotenexpertin

Roman – Küken und Helens Azubi 

Philipp – Flipsi und (Lang)Schläfer

Ich – Grischl, Krischl, Chrischl und Autor

Hannes – Adoptivsohn der Vancouvert

Mit dieser Truppe verbrachte ich die nächsten 10 Tage und dabei entstanden viele tolle Geschichten, die ich gar nicht alle aufschreiben kann!!!!

Für Außenstehende ist es glaub ich schwierig so einen Segeltörn nachzuvollziehen. Was ich aber als Frage immer zu hören bekomme ist. “ JA, UND WAS MACHT MAN DANN DEN GANZEN TAG AUF SONEM BOOT?!?!?!?

DA GIBT ES EINIGES ZU TUN!!!!

Erst einmal ist der Tag voll von Ritualen! Der Start ist meist ein beherzter Sprung ins Wasser gefolgt von gegenseitiger Körperpflege…sehr gut auch im Tierreich zu beobachten 😀

Nach einem gemeinsamen großartigen Frühstück suchte sich jeder seinen Platz um sich den Wind um die Nase zu wehen. Andere schrieben ihre Erfahrungen auf und wiederum andere mixten schon einmal die ersten Kaltgetränke.

Natürlich kam auch das Segeln nicht zu kurz. Was am Anfang noch etwas holprig ablief, entwickelte sich im Laufe der Woche zu einem eingespielten Team, das wusste wann es wo welche LEINE! ziehen oder lösen musste. Ich denke mal der Anmeldung beim “Americas Cup” steht nichts mehr im Wege 🙂

Wenn wir am Abend einen Platz gefunden hatten, an dem wir die Nacht verbringen wollten, ließen wir in gemeinsamer Teamarbeit die Anker sinken und feierten unsere erfolgreichen Ankeraktionen mit einem „Anleger“ und einem lautstarken „GOOD JOB!“

Danach checkten wir meist das Festland aus und blieben noch bei einem gemeinsamen Abendessen, bis wir zum schlafen wieder zu unserem Kat schipperten. Für den Transfer vom Boot zum Land und umgekehrt mussten wir nämlich immer unser Schlauchboot nutzen, weil es keine Stege zum Anlegen gab.

Nach so viel Action meldeten sich so langsam die Mägen aller zehn Crewmitglieder und wir alle waren sehr sehr froh Helen an Board zu haben. Ich weiß das du das nicht gerne hörst aber du bist eine Spitzenköchin 🙂 Danke für deine kulinarischen Köstlichkeiten, die du zu jeder Tageszeit gezaubert hat. Einen ganz speziellen Dank noch einmal an die vielen Toast Hawaii im Mondscheinlicht 😀

Und um nach dem Urlaub nicht zuuu viele Kilos mitzunehmen, standen im Laufe des Tages auch immer wieder unterschiedliche Sporteinheiten an 🙂 Unsere Idee war es schon ein Sportprogramm für Segelyachten zu erstellen 🙂 Das nehm ich mal auf meine To-Do Liste

Die Ergebnisse konnten sich auch sehen lassen 🙂

Eine Person sorgte für sehr viel Entspannung unter den Crewmitglieder. Denn dadurch das Steffen als ausgebildeter Fotograd an Board war, konnten alle ihre Smartphones getrost in den Kojen lassen und die einzelnen Momente komplett genießen! Ein großer Dank an Steffen, der seinen Job mit so viel Leidenschaft gemacht und mega geile Fotos geschossen hat! Steffen darf jetzt bei meinen nächsten Urlauben gerne dabei sein 😀

Ein Highlight war natürlich das Silvesterspektakel, das wir gemeinsam am Strand von Koh Lanta verbrachten. Vorausgegangen war eine Inselerkunden mit dem Roller und einer Menge Spaß 😀 Es macht einfach mega Fun mit dem zweirädrigem Gefährt über die Straßen zu pesen und so die Gegend zu entdecken.

Nachdem alle Ihre Roller abgegeben hatten fanden wir uns am Strand ein um bei kühlen Getränken das neue Jahr einzuläuten. Kein Schnee! Kein Bleigießen! Kein Diner for One! Dafür viele viele nette Menschen, Wärme, Sandstrand und ein tolles Silvesterfest!!! HAPPY NEW YEAR!!!! Vorsätze gab es auch von niemandem 😀

So starten wir den nächsten Tag in ein neues Jahr, das hoffentlich genau so viele Abenteuer und lustige Geschichten schreibt 🙂

Bevor es weiter geht muss unsere Vancouver einmal vom Schmutz, der sich über die Tage angesammelt hat, befreit werden. Lasst euch eins gesagt sein, Deck schrubben bei 30 Grad lässt den Schweiß schneller laufen als jede finnischen Sauna!!!

Nachdem unser Katamaran wieder geblitzt hat wir am ersten Tag, konnten wir endlich wieder in See stechen, um weiter gen Süden zu schippern. Die südlichste Insel, die wir betraten, war Koh Rok Yai und von dort aus ging es in 12 Stunden wieder zurück Richtung Phuket.

Nach 10 Tagen auf dem Wasser ging es dann am 06.01.2018 mit zwei tränenden Augen zurück in den Hafen von Phuket. Etwas knifflig wurde es noch einmal beim finalen Anlegemanöver aber auch das meisterten wir gemeinsamen Kräften!!! Heile angekommen befüllten wir die leeren Wassertanks durch einen Minischlauch und gefühlte 2 Stunden später waren wir damit auch schon fertig um uns selbst erst mal das Meersalz von der Haut zu spritzen.

Zu guter Letzt stand noch die obligatorische Feedbackrunde an!!! Dazu versammelten wir uns gemeinsam am Heck der Vancouvert um uns gegenseitig zu sagen was gut und was schlecht gelaufen ist! So viel darf ich verraten….Die positiven Punkte haben klar überwogen 🙂

Bevor sich Francesca und Steffen zur Weiterreise aufmachten, frühstückten wir alle noch einmal gemeinsam in der Marina von Phuket. Leider dauerte der Bagel von Francesca etwas länger aber dafür gab es kostenlose Massagen 😀

Die letzten Stunden vor dem Rückflug verbrachten Philipp und ich noch mit der restlichen Crew . Zu unserem Vorteil hatte Helen ein überragendes Hotel gebucht, in dem wir den Rooftop Infinity Pool gemeinsam nutzen konnten 🙂

Doch am Ende des Tages kam es, wie es kommen musste….Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist und daran haben wir uns auf jeden Fall gehalten!

Kurz und schmerzlos! CIAO!

Und jetzt gehts wieder zurück nach Deutschland….aber vorher ist noch etwas Verrücktes in Shanghai passiert 🙂 Lest selbst nach 🙂

Fazit: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Danke für alles!

Jeder der jetzt auf den Geschmack gekommen ist, selbst mal Segeln zu gehen sollte mal bei Join the Crew vorbeischauen. Ich find schön das es so eine große Auswahl an Segelgebieten gibt…und ich hab gehört, das es noch mehr werden sollen 🙂 Bei mir wird der nächste Segelurlaub auf jeden Fall kommen 🙂

Update: Nochmal ein paar bewegte Bilder 🙂

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