Vom Chiemsee nach Heuchlingen

21.07.2016 – 28.07.2016

Den Nachmittag noch am Strand vor St. Tropez gelegen und jetzt schon auf dem Weg zum Chiemsee um mich mit meiner Schwester zu treffen. So schnell kanns gehen 🙂

Es liegen also elf Stunden Fahrt vor mir. Um nicht zu verhungern, kaufte ich schnell noch im nächsten Supermarkt ein. Dann gings aber auch in Richtung Nordosten. Die Fahrt verlief ohne große Überraschungen. Die einzige Geschichte war die, wie ich in Italien Hunger hatte und ein Restaurant suchte
Ich bin von der Autobahn abgefahren, um zu tanken und etwas zu essen. Die Dame in dem Diner nahe der Autobahn erklärte mir den Weg zur nächsten Pizzeria, die nicht weit weg sein sollte. Der Weg war sogar mehr oder weniger ausgeschildert und so folgte ich einer Landstraße durch hügelige Weinberge bis zu einer Schranke, die mir den Weg versperrte…Daneben waren mehrere Klingeln angebracht und eine war mit dem Namen der Pizzeria deklariert…Es öffnete aber niemand und auch als ich das Auto verließ, um die Umgebung zu erkunden sah ich weit und breit keine Menschenseele…etwas gruselig war das schon und so drehte ich wieder um und fuhr in den nächsten Ort…

Italien Schranke

EINE PIZZERIA….davor saß eine Gruppe und erklärte mir das es nichts zu Essen gibt…MAN MAN MAN….ich fand endlich ein Hotel, in dem der Typ an der Rezeption mir sagte das das Restaurant nicht geöffnet hat. Er gab mir aber eine Wegbeschreibung zu einem Restaurant, der ich folgte. So kam ich wieder in ein Dorf und dem ersten Schild folgte ich auch sogleich….Es ging wieder einen Berg hoch und oben angekommen parkte ich mein Auto und ging in das Restaurant. Die Stühle waren schon alle hochgestellt (Es war ca. 21:00 Uhr und ich war in Italien), aber als ich das Innere des Gebäudes betrat und ich einen älteren Herrn nach „mangiare“ fragte, nickte er und deckte draußen einen Tisch für mich. Außerdem erklärte er mir das er die Speisen alle selbst zubereitet und tischte mir ein Festmahl auf. Von der Vor- bis zur Nachspeise war alles köstlich und man schmeckt einfach das es selbst gemacht ist. Sehr nett war auch, das ich mein Smartphone in dem Restaurant laden konnte, um auch für die nächsten Kilometer vorbereitet zu sein 🙂

Mit vollen Magen ging es weiter Richtung Chiemsee. Weil ich aber auch mal schlafen muss, suchte ich mir eine Raststätte und verbog mich für ein paar Stunden auf dem Beifahrersitz. Nach dem Aufwachen gings weiter und in ein paar Stunden war ich auch endlich in Übersee am Chiemsee angekommen. Warum Übersee? Weil es dort ein Strandbad gab, in dem ich mich erst mal ausruhte und meinen Schlaf nachholte 🙂

Nachdem ich aufwachte, sprang ich in den glasklaren Chiemsee. Das Wasser war herrlich und nach dem schwimmen fühl ich mich immer gleich viel besser 😀 Jetzt konnte ich auch wieder mein deutsches Internet nutzen, um eine Schlafmöglichkeit zu suchen…Ich fand einen Campingplatz, der vom Strandbad etwas 15min per pedes zu erreichen war. 🙂

Bisher war ich noch nicht oft auf Campingplätzen aber das ist schon sone kleine Welt für sich. Interessant sind auch die Dauercamper, die es sich richtig gemütlich machen in ihren Wohnmobilen. Ich fand den Platz sehr sauber und grün. Es war nicht weit bis zum Strandbad und die Autobahn nebendran hat man kaum gehört. Also ich würde wiederkommen 🙂

Zeltplatz

Zeit für das Abendessen!!! Und über eine App fand ich ein richtig gutes Restaurant! Es war zwar 20 min mit dem Auto entfernt aber dafür gabs dort auch Gerichte abseits von Currywurst und Wiener Schnitzel. Das Pura ist stylish eingerichtet, die Crew sehr motiviert und sympathisch und das Essen überragend! Ich hatte Süßkartoffelpommes mit Guacamole und dazu einen orientalischen Falafelsalat. MHHHHHHH 🙂 Um es gleich vorwegzunehmen…den nächsten Abend saß ich wieder hier 😀

Das Zelt hatte ich schon am Nachmittag aufgebaut und ich war richtig stolz es allein geschafft zu haben 😀 Weil das Wetter doch sehr unbeständig war und es immer wieder zu regnen begann, war ich froh so ein Hightechzelt zu haben, das ich damals für die Islandreise angeschafft hatte.

Ausgeschlafen erkundete ich die Gegend um den Zeltplatz. Nebenan war ein FKK Strand, ein Segelclub, verschiedene Cafés und das Strandbad. Außerdem gab es das Dorf Übersee, dass ich zu Fuß besichtigte.

FKK Schild

Auf Schildern standen verschiedene Wegmarkierungen und ich entschied mich für die „Vogelwarte 20 min“. An dem Chiemsee gelegen stand dort ein Häuschen, in dem es Informationen zu den Vogelarten rund um den See gab. Außerdem gab es ein fest Installiertes Fernglas, mit dem man die Vögel beobachten konnte. Ein sehr ruhiger und schöner Ort, bis die erste Joggerin mit ihrer Smartphonedisko um die Ecke bog und doch etwas überrascht über meine Anwesenheit war…Schnell ein Foto geschossen und weg war sie 😀

Chiemsee Baum

Chiemsee Vogelwarte

Genug Vögel gesehen…Ab geht’s zum nächsten Punkt…dem „Kunsthaus“, dort soll nämlich eine Ausstellung stattfinden. Die Künstler Willi und Ruprecht Geiger sagen mir zwar nichts, dafür war aber die Story um die beiden und dem Haus (der Bax) sehr interessant.

Rubrecht Geiger

Die Reise in den Süden“ fand ich ein sehr passendes Thema, da ich ja gerade aus dem Süden komme 🙂 Das besondere an den Bildern war die Farbintensität. Die Bilder leuchteten regelrecht und eins der schönsten für mich, war ein Bild von Kairo. (Leider konnte ich es im Internet nicht finden).

Willi Geiger

Und jetzt wieder auf den Zeltplatz denn meine Schwester reiste an und ich verbrachte einige Stunden mit ihr 🙂

Die letzte Nacht auf dem Campingplatz kam auch ohne Überraschungen aus und so schlief ich wieder tief und fest. Am nächsten Morgen brach ich wortwörtlich meine Zelte ab um mich in Richtung München zu begeben, denn dort hatte eine ehemalige Schulkameradin (schreibt man das so?) ein Café aufgemacht. Bisher hatte ich die Fotos immer nur bei Facebook und Instagram geliked aber nie selbst probiert….Jetzt wird’s mal Zeit 🙂

Ich kann das „Cafe Daddy Longlegs“ nur empfehlen 🙂 Schaut doch mal vorbei.

Nach dem kurzen Abstecher in München ging es weiter nach „Heuchlingen“ eine Kleinstadt in Baden Württemberg, denn hier fand mein nächstes Workaway statt. Im Internet klang es einfach idyllisch. Ein großes Haus, viele unterschiedliche Kulturen, gekocht wird gemeinsam und vormittags etwas geschraubt oder im Garten gearbeitet. UND GENAUSO WAR ES AUCH! Alexander öffnete mir die Tür und umarmte mich sofort…das Eis war gebrochen 😀

Heuchlingen3

Heuchlingen2

Meisterstück

Er zeigte mir das große Haus und den riesigen Garten. Die anderen Helfer ließen auch nicht lange auf sich warten: Simone aus Rom, John aus Canada und Rodrigo aus Chile. Am Abend kam noch Ariana aus den USA dazu und somit waren wir eine bunt gemischte Truppe, die eine tolle Zeit hatten. 🙂

Heuchlingen kochen

Heuchlingen Tischtennis1

Heuchlingen Tischtennis

Sehr viel Spaß hatten wir bei den gemeinsamen Kochaktionen. Tiramisu aus Italien und ein mexikanisches Gericht waren die Highlights. Ich versuchte mich dabei an einem türkischen Frühstück und einer roten Grütze (Zu unterschiedlichen Tageszeiten). Gaaaar nicht mal so schlecht 😀

Mittagessen Heuchlingen

Rote Grütze

Rote Grütze2

Anstrengend war dagegen die Radtour mit Rodrigo zu einer alten Ruine…Die Gegend ist gespickt mit Bergen und das schöne war…ich konnte die Gänge nicht wechseln…Aber am Ende haben wir es auch geschafft…selbst wenn die Ruine irgendwie mickrig war 😀

Heuchlingen1

Fahrradtour Heuchlingen

Ruiene

Ausblick Heuchlingen

Den nächsten Tag sind wir mit meinem Auto zum nächsten Supermarkt gefahren und ich leider gar nicht wiedergeben, wie John der Kanadier sich über das Biersortiment gefreut hat 😀

Biergarten SChwäbisch Gmünd

Der Abschied von den anderen viel mir mal wieder nicht leicht...

Danke an Alex für die tolle Zeit bei dir! Ich finds klasse was du hier aufgebaut hast und welche Visionen du noch umsetzen willst. Lass noch mehr Gäste nach Heuchlingen kommen und halt an deinen Zielen fest.

Heuchlingen Gruppenfoto

Das war ein schöner Abschluss!!! Mal schauen wo es mich als nächstes hintreibt 🙂

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